Schlossgalerie: 30 Jahre Galerie Steyrdorf und Holub-Retrospektive
STEYR. Burgschauspieler Hermann Scheidleder eröffnet am Donnerstag, 13. Juli, um 19 Uhr in der Schlossgalerie (Blumauergasse 4) eine Ausstellung zum Jubiläum von Erich Fröschls Galerie Steyrdorf.

Seit 30 Jahren gibt es die Galerie Steyrdorf. Für den Künstler und Galeristen Erich Fröschl liegt es nahe, aus diesem Anlass den Großteil der ausstellenden Künstler der bisherigen Galerie-Geschichte zu präsentieren. Von Siegfried Anzinger bis Herwig Zens werden von 14. Juli bis 27. August in der Schlossgalerie ausgewählte Arbeiten zu sehen sein. Zudem wird des heuer verstorbenen Steyrer Künstlers Oscar Holub gedacht.
Wie alles begann …
Anno 1993 sollten für die Präsentation eines Buches und Mappenwerkes über die Steyrer Autorin Dora Dunkl die Räumlichkeiten in der Sierninger Straße 14 einmalig genützt werden. In den selben Räumen arbeitete einst der bedeutende Stahlschneider Michael Blümelhuber, ehe er in die neu errichtete Jugendstil-Villa übersiedelte. Aus der temporären Veranstaltung rund um Dora Dunkl entstand die Galerie Steyrdorf mit Radierwerkstätte und Verlag.
Abenteuer Galerie
Erich Fröschl resümiert: „Ich habe stets das Abenteuer gesucht und Zufälligkeiten waren mir willkommen, etwas Neues zu versuchen. So begann mein ‚Abenteuer Galerie‘. Aus einer provisorischen Gelegenheit wurde eine 30-jährige Institution mit einer interessanten und befruchtenden Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Künstlerinnen und Künstlern der Bildenden Kunst, übergreifend auch mit der Literatur. Demnach sah und sehe ich mich mehr als Arrangeur und Dirigent eines Orchesters denn als Galerist. Möge in den nächsten Jahren noch die eine oder andere ‚Aufführung‘ gelingen.“
Seither arbeiteten Künstler in Fröschls Werkstätte, es wurden Sommerakademien abgehalten, Projekte mit Schülern umgesetzt und es entstand eine Reihe druckgraphischer und monographischer Publikationen.
In memoriam Oscar Holub
Die Galerie Steyrdorf war viele Jahre auch mit Oscar Holub eng verbunden. Ein Teil der Schau in der Schlossgalerie ist daher Werken des Steyrers gewidmet
Kulturwissenschaftler Dieter Schrage über Holub: „Oscar Holubs Zeichnungen sind keine Illustrationen seiner lyrischen Texte, und seine Texte sind keine Erklärungen oder Beschreibungen seiner Bilder. Parallelwelten. Doppelter Boden. Oscar Holubs Bildtextbuch sind gefundene Welten, erfundene Welten. Gespickt mit Symbolen. Wir sind in seiner Bildwelt die Voyeure. Die Bilder sind die Peepshow. Uns frontal zugewandt. Und meist randvoll. Und so geschieht auch etwas in den Zeichnungen von Oscar Holub. Gezeichnete Minidramen.“
Die Ausstellung öffnet von 14. Juli bis 27. August jeweils donnerstags bis sonntags 10 bis 13 Uhr sowie 13.30 bis 17 Uhr.
An den Tagen der Musikfestival-Aufführungen bis 20.30 Uhr geöffnet.


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