Malarina: Serben sterben langsam
STEYR. Das Museum Arbeitswelt startet seinen Kabarettschwerpunkt 2024 am Donnerstag, 1. Februar, um 19.30 Uhr mit der Kabarett-Aufsteigerin der letzten beiden Jahre.

Malarina präsentiert ihr Solo „Serben sterben langsam“. Mit messerscharfen Pointen geht sie darin der Frage nach, wie es die Serben schaffen, sich in Österreich zu integrieren. Hier eine Nation, deren Image seit Kaisermord und Srebenica schwer in Mitleidenschaft gezogen ist, dort ein Land, dessen Geschichtslehrer mit nicht nachlassender Erschütterung von ebendiesem Kaisermord berichten.
Malarina lädt zu einer humorigen Geschichtsstunde von Sarajewo nach Ibiza ein und durchleuchtet die serbische Seele und die österreichische Politik charmant-scharfzüngig und mit klugem Witz.
Zur Person
Malarina wurde in Picka Materina, Serbien, geboren. Ihre Eltern sind als Gastarbeiter nach Österreich gekommen, ihr Aufenthalt sollte zeitlich begrenzt sein, bis sich die serbische Wirtschaft erholt. Als die Eltern diese Hoffnung aufgeben, holen sie ihre Kinder nach ins schöne Innsbruck. 2011 flüchtet Malarina schließlich in die Hauptstadt der Misanthropie - Wien - um die Tiroler Erwartungshaltung in Sachen Freundlichkeit nicht weiter zu enttäuschen. Sie studiert Langzeit/Komparatistik an der Uni Wien. Mit dem Abschluss lässt sie sich Zeit, weil sie sich die Option offenhalten will, später noch in die Politik zu wechseln und nicht überqualifiziert sein möchte. Seit 2019 versucht Malarina durch das Kabarett zur Völkerverständigung zwischen den Schwabos, Tschuschen und Elite-Tschuschen beizutragen. Dafür wurde sie 2022 mit dem Österreichischen Kabarettpreis, 2023 mit dem Salzburger Stier und 2024 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet.
Tickets ab 18 Euro, Vorverkauf: www.museumarbeitswelt.at/shop
Vorschau: Kabarett im MAW
Hosea Ratschiller – „Hosea“ am 1. März
Wir Staatskünstler – „Alte Hunde, neue Tricks“ am 24. März
Dirk Stermann – „Zusammenbraut“ am 20. Juni


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