Bertholdfest mit ehemaliger Äbtissin
GARSTEN. Der Heilige Berthold von Garsten war Abt des ehemaligen Benediktinerklosters und liegt in der Kirche begraben. Dem jährlichen Veranstaltungsreigen rund um seinen Gedenktag wohnen immer wieder Benediktiner bei. Heuer wird die ehemalige Äbtissin der Abtei Venio aus Bayern erwartet.

Am Samstag, 29. Juni, findet um 19 Uhr ein Vortrag und Gespräch mit Carmen Tatschmurat unter dem Titel „Mein Leben neu ordnen - Benediktinische Impulse für Zeiten des Umbruchs“ in der Garstner Pfarrkirche statt. Tatschmurat war bis 2010 als Professorin für Soziologie an der Katholischen Stiftungshochschule München tätig. Sie beschäftigte sich mit Gesellschaftstheorien, Migration, aber auch spirituellen Angeboten. Die Benediktinerinnenabtei Venio bei München leitete sie ab 2010 zuerst als Priorin, ab 2013 als erste Äbtissin.
Da Tatschmurats Vater aus Turkmenistan stammt, waren in Jahr 2013 Schlagzeilen wie „Tochter eines Muslimen wird Äbtissin“ in den Zeitungen zu lesen. Sie wurde als Kind katholisch getauft, aber ihr Werdegang war alles andere als selbstverständlich. Als Buchautorin bietet sie Inspirationen für neue Lebensphasen an. Von der Veranstaltung in Garsten können sich die Besucher praktische Antworten auf persönliche Lebensfragen mitnehmen.
Festmesse
Der Sonntag, 30. Juni, startet um 9 Uhr mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Franz Wöckinger. Sr. Carmen Tatschmurat OSB wird bei der Festpredigt noch einmal zu Wort kommen. Musik steuert die Camerata Garstina bei, gleichzeitig findet ein Kinderwortgottesdienst statt. Am 7. Juli folgt die Jugendmesse.
Den Abschluss des Bertholdfestes bildet der Berthold-Gedenktag, 27. Juli; zur feierlichen Messe kommt Abt Maximilian Neulinger OSB von Stift Lambach.


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