Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Über 400.000 Euro an vorenthaltenem Lohn hat die Arbeiterkammer (AK) im Vorjahr für ihre Mitglieder erstritten. Viele klagen die Ansprüche allerdings erst nach Ende des Dienstverhältnisses ein.

AK-Bezirksstellenleiter Gerhard Klinger und der in Steyr geborene Franz Molterer, stellvertretender Direktor der AK Oberösterreich

„90 Prozent kommen erst zu uns, wenn das Dienstverhältnis zu Ende oder kurz vor der Auflösung ist, weil die meisten Angst um den Job haben“, erklärt AK-Bezirksstellenleiter Gerhard Klinger. In der Regel geht es um falsche Einstufungen im Kollektivvertrag, um nicht gezahlte Überstunden, Zuschläge oder Abfertigungsansprüche. „Es gibt Firmen, die sich wegen einem zweistelligen Betrag klagen lassen“, so Klinger.Dem in Steyr geborenen stellvertretenden AK-Direktor Franz Molterer macht die steigende Arbeitslosigkeit, vor allem in der Stadt Steyr, Sorgen. „Die Rückkehr in den Arbeitsmarkt wird immer schwieriger. Die durchschnittliche Verweildauer hat sich gegenüber 2014 in Steyr um die Hälfte erhöht und liegt nun bei 152 Tagen. Das sind 21 Tage über dem Landesdurchschnitt“, so Molterer.

Neues Gesetz

Während Unternehmen, die gesetzliche Lohnansprüche nicht korrekt ausgezahlt haben, bisher keinerlei Strafen befürchten mussten, ändert sich dies mit dem Verbotsgesetz von Sozial- und Lohndumping. Es ist seit Anfang 2016 in Kraft und in Europa einzigartig. „Hier sind erhebliche Strafen von mehreren tausend Euro pro Mitarbeiter vorgesehen“, so Molterer. Für die Überprüfung ist die Gebietskrankenkasse zuständig .

Zahlen & Fakten: Die AK Steyr hat im Jahr 2015 einen Vertretungserfolg von 5,85 Millionen Euro erzielt, der sich wie folgt gliedert:

4,81 Mio. Euro in Sozialrechtsangelegenheiten (Pensionsansprüche, Pflegegeld)

631.000 Euro bei Insolvenzen

272.000 Euro beim Arbeits- und Sozialgericht

135.000 Euro durch außergerichtliche Interventionen


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden