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STEYR. Den Ärger einiger Mieter hat sich die GWG der Stadt Steyr eingehandelt. Grund ist ein neues System in den Waschküchen von Mehrparteienhäusern.

Helene Hulinsky ist über die Verteuerung verärgert. „Den Trockner nütze ich jetzt nur noch einmal statt zweimal in der Woche.“

Seit der Umstellung im Sommer habe es eine beträchtliche Anzahl von Anfragen der Mieter zum neuen Waschkartensystem gegeben, bestätigt Klaus Götz, der bei der GWG für das Beschwerdemanagement zuständig ist. Ein Großteil der Bewohner sei allerdings mit der neuen Regelung einverstanden. „Durch die höheren Tarife gibt es eine Verlagerung der Kosten von der Hausgemeinschaft hin zu den tatsächlichen Nutzern“, erklärt Götz. Grund für die Umstellung waren in erster Linie schadhafte Geräte beim alten System.

Hin zum „Verursacher-Prinzip“

Die früheren Gebühren von 22 Cent/kwh hätten jedenfalls den Aufwand nicht gedeckt. Deshalb hat man mit der Umstellung zum neuen Abrechnungssystem zunächst einen Tarif von 75 Cent pro halber Stunde festgelegt, mittlerweile wurde dieser Preis auf 50 Cent pro halber Stunde gesenkt. „Jetzt wird die Abrechnung nach dem „Verursacher- Prinzip“ erreicht“, sagt Götz. Jene, die Waschmaschine und Trockner im Keller nicht benutzen – und das ist ein Großteil der Mieterschaft –, werden nicht zur Kassa gebeten. „Anschaffungs- und Wartungskosten für die Geräte trägt nach wie vor die jeweilige Hausgemeinschaft, weil die Gemeinschaftseinrichtung auch von allen Mietern genutzt werden kann“, erklärt Götz.

„Trifft die Ärmsten“

Von einer „wahnsinnigen Ungerechtigkeit“ spricht Mieterin Helene Hulinsky, die am Resthof wohnt und 1973 in den damaligen Neubau in der Dieselstraße eingezogen ist. Eine Wäscheladung im Trockner kostet jetzt 2,20 Euro statt wie früher 43 Cent. „Es war bisher ein sozial gerechtes System, jetzt trifft es die Ärmsten“, sagt Hulinsky, die sich auch über das Zeitsystem ärgert. „Hat man zuwenig Guthaben auf der Karte, bleibt die Maschine stehen. Und ist man nicht direkt beim Gerät, wenn es fertig ist, bezahlt man weiter.“


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