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STEYR. Die Lage der Rohingya-Flüchtlinge bleibt kritisch: Sie wohnen in Zelten und Hütten aus Bambus und Plastikplanen. Es gibt keine Toiletten und Waschräume – Seuchen drohen jederzeit auszubrechen.

Musikschullehrer Robert Schmidt ist ein erfahrener Katastrophenhelfer. Foto: RKOÖ
Musikschullehrer Robert Schmidt ist ein erfahrener Katastrophenhelfer. Foto: RKOÖ

Sie haben keine Rechte, kein Land, werden verfolgt und leben in ständiger Angst: An die 700.000 Menschen, die der muslimischen Minderheit Rohingya angehören, flohen seit Ende August über die Grenze von Burma ins Nachbarland Bangladesch. Täglich kommen mehr Menschen an und hoffen, hier ein Leben frei von Angst und Gewalt leben zu können.

Heillos überfüllt

Aber: Die Flüchtlingslager sind heillos überfüllt und es fehlt an elementaren Dingen. Rund ein Viertel der Menschen ist akut unterernährt. Die Flüchtlinge erledigen ihre Notdurft in selbst gebauten Latrinen und können sich kaum waschen. Das Grundwasser ist zu großen Teilen verseucht und nicht trinkbar. Hinzu kommt, dass bald die Jahreszeit mit den meisten Wirbelstürmen beginnt und die Behausungen der Flüchtlinge diesen kaum Stand halten.

Die Helfer vernetzen

Die Lage für Rohingya-Flüchtlinge zu verbessern ist einer der schwierigsten Einsätze, die das internationale Rote Kreuz derzeit bewältigt. Helfer aus allen Teilen der Welt leisten dort Hilfe für die Ärmsten der Armen. Verstärkung bekommen sie unter anderem vom Steyrer Telekommunikations-Experten Robert Schmidt. „Dieser Einsatz wird eine besondere Herausforderung“, sagt der Musikschullehrer, der das OÖ. Rote Kreuz schon bei mehr als 50 Einsätzen vertrat. So wie beispielsweise nach den verheerenden Wirbelstürmen auf Haiti oder in den 1990er Jahren im Krieg im damaligen Jugoslawien. In Bangladesch wird seine Aufgabe sein, die Helfer untereinander zu vernetzen.


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