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STEYR. Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ) ist seit neun Jahren im Amt. Im Tips-Interview spricht er über Zukunftsprojekte in der Stadt, die Herausforderungen des Jobs und eine mögliche Kandidatur bei der Wahl 2021.

Gerald Hackl Foto: Kainrath
Gerald Hackl Foto: Kainrath

Tips: Das Thema „Stadtplatz neu“ beschäftigt viele Steyrer. Wie geht es hier weiter?

Gerald Hackl: Wir beginnen am 9. Juli mit der Realisierung der neuen Flaniermeile, die sich von der Kaigasse bis zur Eisengasse entlang der Stadtplatzhäuser erstrecken wird. Die wunderschöne und sieben Meter breite Pflasterung mit Granitplatten wird das Spazieren und Schlendern in diesem prominenten Teil auf dem Stadtplatz noch attraktiver machen und auch optisch ein Highlight werden.

In der Stadt sind viele neue Wohnungen entstanden bzw. werden aktuell gebaut. Drohen dadurch viele Leerstände, etwa im Stadtteil Resthof?

Gerald Hackl: Der Wohnbauboom in Steyr ist sehr zu begrüßen. Vor allem, weil auch der soziale, also leistbare Wohnbau nicht zu kurz kommt, wie etwa das Wohnbauprojekt der Neuen Heimat auf dem Tabor zeigt, wo ja auch sehr viele Mietwohnungen gebaut werden. Wie groß die Verschiebung von bestehenden hin zu neuen Wohnprojekten sein wird, lässt sich nicht vorhersagen. Die Leerstands-Problematik generell ist auch ein Problem der alten Förderrichtlinien, wo die Annuitätenbelastungen für die Mieter mit den Jahren immer höher werden.

Welche Herausforderungen kommen in den nächsten Jahren auf die Stadt zu?

Gerald Hackl: Die in Realisierung befindlichen Großprojekte, wie Umbau Innerberger Stadl/Landesausstellung 2021, Aufstiegshilfe Tabor, Fachhochschulerweiterung sowie Westspange, werden uns intensiv weiterbeschäftigen, um sie erfolgreich abzuschließen. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Fortführung der Attraktivierungsmaßnahmen in der Innenstadt. Aber auch die seit zwei Jahren laufende Modernisierungsoffensive in unseren Pflichtschulen, die wir aktuell noch mit dem flächendeckenden WLAN-Ausbau ergänzt haben, wird uns in der Umsetzung und natürlich auch finanziell extrem fordern.

Was macht den Job als Steyrer Bürgermeister so interessant bzw. herausfordernd?

Gerald Hackl: Es ist vor allem die Vielfalt an Aufgaben und Herausforderungen, die den Job als Bürgermeister so interessant macht. Gleichzeitig stellt die große Anzahl an Aufgaben und deren bestmögliche Lösung natürlich auch eine Belastung dar. Und der Druck der Verantwortung, den man manches Mal verspürt, ist auch nicht ganz ohne. Die negativen Begleiterscheinungen stehen aber zum Glück in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten, mit eigenen Ideen, Vorstellungen und Projekten die Zukunft der Heimatstadt aktiv zu gestalten und positiv zu beeinflussen.

Bei der nächsten Gemeinderatswahl 2021 werden Sie 64 Jahre alt sein. Werden Sie noch einmal als Bürgermeister kandidieren?

Gerald Hackl: Die Wahlen sind erst in dreieinhalb Jahren, also haben wir noch genügend Zeit für die Entscheidung. Von meinem Geburtsjahr 1957 lässt sich aber ableiten, dass 2021 für mich auch das Aufhören eine nicht unlogische persönliche Option darstellen würde.


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