Weniger isoliert und gut informiert
STEYR. Das Steyrer Spital erhielt das Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Die Zusammenarbeit mit diversen Gruppen wurde in den letzten Jahren intensiviert.

Menschen mit schweren akuten oder chronischen Erkrankungen, welche die Unterstützung von Selbsthilfegruppen nutzen, sind weniger isoliert, gut informiert und insgesamt besser für den Alltag gerüstet. „Wir haben immer versucht, Mittler zwischen den verschiedenen Gruppen und den Patienten zu sein und auch das an der Behandlung beteiligte Krankenhauspersonal aktiv einzubeziehen“, sagt Michael Hubich, ärztlicher Leiter des Steyrer Spitals.
Alle profitieren
Alle diese Aktivitäten laufen im Landes-Krankenhaus Steyr bei der Sozialarbeiterin Gabriela Simmer zusammen. Sie hat die Position der Selbsthilfebeauftragten übernommen und ist das Bindeglied zwischen Krankenhaus, Betroffenen und Selbsthilfegruppen. „Nachhaltigen Mehrwert für die Patienten generieren wir dann, wenn wir sie nicht nur zu den Gruppen schicken, sondern auch die Erkenntnisse und Fortschritte zurück ins Krankenhaus tragen. Die Teams der an der Behandlung und Betreuung beteiligten Disziplinen können so auch ihre Strategien fortlaufend anpassen und die Bedürfnisse der Patienten noch besser verstehen“, ist Simmer überzeugt.
80 verschiedene Gruppen
Mit 80 Selbsthilfegruppen besteht bereits ein sehr guter Kontakt: „Mir ist es wichtig, dass auch die Gruppen von unserer Kooperation profitieren. Das heißt, wir machen die wertvolle Arbeit der Selbsthilfegruppen sichtbar, haben immer ein offenes Ohr bei Fragen oder Problemen, bieten Fachvorträge an und erleichtern den direkten Draht zu unseren Experten im Haus“, so Simmer.


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