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REGION STEYR. In einem Agenda 21-Themennetzwerk wollen die Gemeinden Großraming, Maria Neustift und Steinbach mehr über junge Menschen erfahren, die aus unterschiedlichen Gründen an mehreren Orten leben. Multilokale aus diesen Gemeinden sind eingeladen, am Projekt mitzuwirken.

Befasst mit dem innovativen Thema Multilokale: (von links) Bürgermeister Leopold Bürscher (Großraming) und Martin Haider (Maria Neustift), Johannes Brandl (SPES Akademie) und LAbg. Bgm. Dörfel (Steinbach) Foto: RMOÖ

Leben an mehreren Orten ist das Kennzeichen der sogenannten „Multilokalen“: Viele junge Menschen verlassen ihre Heimatgemeinden aufgrund von Ausbildung, Studium oder beruflichen Notwendigkeiten. Die Mobilitätsanforderungen in der heutigen Zeit haben sich wesentlich erhöht. Trotzdem bleiben junge Menschen ihren Herkunftsorten durchwegs verbunden. Ob durch Familie, Freunde, Vereine oder die emotionale Verbundenheit zu Ort und Landschaft – die Gründe sind vielfältig.

Chancen & Potenziale

In einem gemeindeübergreifenden Agenda 21-Themennetzwerk wollen Großraming, Maria Neustift und Steinbach nun diese Multilokalen als Zielgruppe für ihre Gemeinden greifbar machen und die Chancen und Potenziale dieser jungen Erwachsenen für die Gemeinden ausloten. Es soll der wechselseitige Nutzen herausgearbeitet werden: Wie können Multilokale durch die Gemeinde in ihrem Lebensstil unterstützt werden und wie kann man ihr Wissen für die Gemeinde nutzen?

„Außenminister“ werden

Ziel ist es, in Workshops mit multilokal lebenden Menschen zwischen 18 und 35 Jahren Maßnahmen für die Gemeinden und die Region zu entwickeln. Weiters sollen „Außenminister“ ernannt werden, die etwa in Wien oder Graz als regionale Botschafter auftreten und die „Außenbeziehungen“ der Gemeinde pflegen. Diese Außenminister können künftig als Andockstelle für junge Bürger aus den Gemeinden dienen und in den Städten über die Entwicklungen in der Herkunftsgemeinde informieren.

Das Projekt wird von den Bürgermeistern der drei Gemeinden sehr unterstützt. Einerseits sind Multilokale mögliche Rückkehrer von morgen, etwa nach dem Ende der Ausbildung oder einer beruflichen Neuorientierung. Eine gelebte Verbindung zum Herkunftsort kann dies unterstützen. Andererseits haben diese Personen ein vielfältiges Know-how – Wissen, Talente, Netzwerke –, das für die Entwicklung der Gemeinden Impulse liefern kann.

Erste Projektphase

Begleitet wird das Agenda 21-Projekt von Regionalmanagerin Sonja Hackl und Johannes Brandl, Geschäftsführer der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach. In einer ersten Phase wird nun versucht, an Multilokale heranzutreten und sie für die Mitarbeit am Projekt zu gewinnen. Die drei Gemeinden freuen sich, wenn sich Multilokale daran beteiligen wollen – Kontakt: sonja.hackl@rmooe.at


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