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STEYR. Aufgrund der Geologie der Westspangen-Trasse muss die Versickerung des Oberflächenwassers extra beleuchtet werden.

Drei Bauern pflanzten vor drei Jahren auf einer Länge von 700 Metern Sonnenblumen, um einen Teil der geplanten Trasse für die Steyrer Westspange zu zeigen. Die Umfahrungsstraße wird eine Länge von 4,1 Kilometern haben. Foto: rh

Vizebürgermeister und Baureferent Helmut Zöttl (FPÖ) ist überzeugt, dass die Westspange große Bereiche des Stadtgebietes entlasten wird. Ebenso wie seine Partei befürworten SPÖ und ÖVP-Bürgerforum das millionenschwere Projekt, das bis 2021 auf Schiene sein soll. Aktuell laufen Planungen und Verhandlungen. „Aufgrund der Lehmböden wird zum Beispiel die Versickerung des Oberflächenwassers extra zu beleuchten sein, damit das Wasser sowohl von den straßenbegleitenden Grünflächen als auch von der Fahrbahn selbst geordnet abfließen kann“, erklärt Zöttl. Dies geschehe in drei Stufen, nämlich Absetzbecken, Vorreinigung und Rückhaltebecken, damit anschließend das Wasser in entsprechender Qualität und Tempo in den Dorningerbach abfließen könne.

Fünf Wilddurchlässe

Entlang der 4,1 Kilometer langen Trassenführung (Bauhaus bis Firma BMD) wird es höchstwahrscheinlich zehn Brücken und Übergänge geben müssen, wovon vier Brücken über die neue Trasse führen (Steiner- und Wolfernerstraße, zwei bei der Löwengutsiedlung). „Die anderen Bauwerke sind Durchlässe unter der Trasse, hier wird die Westspange selbst als Brücke errichtet“, sagt Vizebürgermeister Zöttl. Fünf davon sind laut Naturschutz und Forstrecht als Wilddurchlässe vorzusehen.

Kritik von Gegnern

Der Verein Grüngürtel statt Westspange spricht in einer Stellungnahme von einem massiven Griff in die Tasche der Steuerzahler, da Brücken bekanntlich „sauteuer“ sind. Mit den Abwässern spreche Zöttl einen neuralgischen Punkt an. „Denn der Dorningerbach, in dem sich viel Abwasser sammeln wird, fließt in den Stadtgutteich und der ist mitten im Brunnenschutzgebiet. Dort wird bekanntlich ein wesentlicher Teil des Trinkwassers von Steyr gewonnen. Im Süden verläuft die Westspangentrasse entlang des Reindlbachs, der dann im Natura 2000-Gebiet ungeklärt in die Steyr mündet.“


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