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Bürgermeister-Empfang 2020: „Mit dem nötigen Maß an Realismus ins neue Jahr“

Angelika Hollnbuchner, 10.01.2020 16:55

STEYR. Laut eigener Aussage entspannter als bei seiner ersten Ansprache vor zehn Jahren, resümierte Stadtchef Gerald Hackl beim 40. Neujahrsempfang ein erfolgreiches 2019 und bot eine Vorschau.

  1 / 4   Stadtchef Gerald Hackl mit seinem Vorgänger David Forstenlechner (li.) und Alt-Bürgermeister Franz Weiss - er feiert heuer seinen 100. Geburtstag. Foto: Peter Kainrath

Dass Hackl der Rückblick auf das alte Jahr diesmal leicht fiel, hat neben der persönlichen Routine freilich mit dem Verlauf von 2019 zu tun. Während 2010 die Finanzkrise Steyr noch fest im Griff hatte, frohlockte Hackl diesmal über ein „unglaublich gutes Jahr“, in dem viel weitergegangen sei: von der Fertigstellung der 5-Mio.-Generalsanierung des Innerberger Stadels über weitere Maßnahmen für die Flaniermeile Stadtplatz und am Grünmarkt bis hin zum Spatenstich (“Anschlag“) für den Tabor-Panoramalift um 2,7 Mio. Euro.

Jahr der Betriebsjubiläen

Auch für den Wirtschaftsstandort gab 2019 Anlass zur Freude: Neben Megainvestitionen à la Einkaufszentrum „Hey! Steyr“ (60 Mio.) bauten Unternehmen aus, andere sicherten sich etwa am Stadtgut Grundstücke. Dazu gab es Jubiläen wie 40 Jahre BMW sowie 100 Jahre Lkw-Produktion und 30 Jahre MAN in Steyr zu feiern. Die Fachhochschule für Wirtschaft und Management freute sich über ihr drittes Gebäude am Steyrfluss. Was den Bau der Westspange anbelangt, gab Hackl zu Protokoll: „Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass es keine Umweltverträglichkeitsprüfung braucht, alle Anträge der Gegner sind abgelehnt worden.“

Was heuer ansteht

Mit den Worten „Ein hohes Maß an Pragmatismus und Realismus wird es auch im Jahr 2020 brauchen“ eröffnete Hackl dann seine Vorschau aufs neue Jahr. Ende März soll der Panorama-Lift Tabor endlich in Betrieb gehen. Neu gestaltet werden der Brucknerplatz (200.000 Euro) sowie der Hessenplatz vorm Bahnhofsgebäude (185.000 Euro). Im Hinblick auf die Landesausstellung „Arbeit.Wohlstand.Macht“ 2021 hat die Stadt für beide Plätze konkrete Gestaltungskonzepte erstellt. Fertig umgesetzt werden sollen außerdem der Bau des Musikheims und eine größere Outdoor-Fitnessanlage im Stadtgut in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dietach.

Sanierungen und Klimaschutz

Neben Verbesserungen beim Brandschutz für die Pflichtschulen bleibt für die Stadt zudem der Hochwasserschutz ein Thema: „Aktuell geht es um den Wehrgraben. Die Arbeiten beginnen im Frühjahr“, so der Stadtchef. Dachsanierungen stehen dem Hallenbad sowie dem Stadttheater und Stadtsaal ins Haus. Außerdem sind Maßnahmen zur Barrierefreiheit geplant, etwa auch für das Alte Theater. Die flussseitige Rathaus-Fassade bekommt einen neuen Anstrich.

Bürgermeister Hackl betonte insbesondere auch die verstärkten Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz, wo zusätzliche 2,5 Mio. vorgesehen seien. Investiert wird etwa in Radwegverbindungen, den Ausbau von Photovoltaikanlagen, eine Aufforstung im Stadtgut, die Baumverjüngung im Schlosspark und in den öffentlichen Verkehr. So werden für einzelne Buslinien die Takte verkürzt. 1,5 Mio. fließen in die Fuß- und Radwegüberführung Posthofberg, wo eine Rampe und ein Lift entstehen.

Viele Bilder zum Neujahrsempfang


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