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STEYR. Das Wahlbündnis ÖVP-Bürgerforum und die Grünen forderten im Gemeinderat vergeblich ein Neuplanungsgebiet „Tabor Süd“.

Ein 75 Meter hoher Wohnturm am Brown-Boveri-Areal zwischen Stadthalle und Einkaufszentrum Hey wurde vom Gestaltungsbeirat abgelehnt. Foto: vdx

„Der aktuelle Bebauungsplan für den Tabor ist älter als ich. Wir sollten nicht warten, bis ein Bauwerber kommt, sondern als Stadt sagen, was wir dort wollen“, sagt Gemeinderat Markus Spöck (45) zum Thema, das bei der letzten Steyrer Gemeinderatssitzung im Mittelpunkt stand. Auch der Gestaltungsbeirat hat schon mehrmals gefordert, ein städtebauliches Leitbild für den Stadtteil Tabor zu entwickeln.

Bauausschuss beauftragt

Zum Neuplanungsgebiet „Tabor Süd“, wie von Spöcks Fraktion und den Grünen gefordert, wird es nicht kommen. Stattdessen wurde ein Geschäftsordnungsantrag der SPÖ, unterstützt von der FPÖ, beschlossen. Dieser sieht vor, dass der über 50 Jahre alte Bebauungsplan im Bau-Ausschuss überarbeitet wird. Die nächste Sitzung findet am 13. Februar statt. „Wir brauchen dringend einen neuen Bebauungsplan, aber keine wissenschaftliche Arbeit“, betont Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ). Laut den alten Vorschriften darf etwa das Brown-Boveri-Areal nur viergeschoßig bebaut werden. Pläne für ein Hochhaus wurden deshalb abgelehnt.

Eine Million Euro für Straßen-Sanierungen

Mehr Geld als in den letzten Jahren üblich – nämlich 996.518 Euro – werden 2020 für das Asphaltierungsprogramm der Stadt ausgegeben. Im Vordergrund stehen dabei Straßen, Wege und Plätze, die auch für die Landesausstellung 2021 relevant sind.

Neue Fastfood-Kette

Einstimmig wurde die Flächenwidmungsplanänderung beim City Point beschlossen. Das Einkaufszentrum wird aktuell von einer regionalen Investorengruppe saniert, im zweiten und dritten Stockwerk entstehen Hotelzimmer (Harry“s Home). Auch die Grünfläche nahe dem Posthof-Übergang wurde umgewidmet, damit gibt es grünes Licht für die Fastfood-Kette Burger King. Die Grünen stimmten dagegen. „Ein Drive-In-Lokal wäre aufgrund von Lärm und Abgasen im Industriegebiet besser aufgehoben“, so Stadtrat Reinhard Kaufmann.


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