In der Region Kirchdorf-Steyr sind auf das Auto angewiesen
REGION STEYR-KIRCHDORF. Zu Fuß zum Arzt, mit dem Rad zum Supermarkt oder mit dem Bus in die Arbeit. In der Stadt ist das oft gut möglich, am Land aber die Ausnahme.

Am weitesten vom Wohnort entfernt ist mit durchschnittlich 21,1 Kilometern der Arbeitsplatz bzw. die Ausbildungsstätte. Zum Hausarzt beträgt die Distanz im Schnitt 5,3 Kilometer, zur nächsten Einkaufsmöglichkeit für die ländliche Bevölkerung 3,5 Kilometer.
Auto ist Nummer eins
„In der Region Steyr-Kirchdorf geht klar hervor, dass das Auto in punkto Verkehrsmittel die Nummer eins ist. Zu Fuß bewältigen immerhin 23 Prozent ihre Wege, mit dem Rad lediglich vier Prozent. Der öffentliche Verkehr spielt mit ein bzw. zwei Prozent in der täglichen Mobilität am Land ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle“, erklärt ÖAMTC-Landesdirektor Harald Großauer Ergebnisse aus einer aktuellen Umfrage.
Öffis nicht attraktiv
Mehr als die Hälfte der österreichischen Landbevölkerung gibt an, das Fahrrad nie oder nur selten zu nutzen, weil die jeweiligen Ziele nicht in zumutbarer Zeit erreichbar sind. 44 Prozent klagen außerdem über mangelnde Radwege. Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen Öffis nicht oder nur selten, hauptsächlich wegen schlechter direkter Verbindungen. Etwas weniger, aber dennoch die Mehrheit, gibt an, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einem unzumutbaren Zeitrahmen ans Ziel zu gelangen.
Infos für Bürgermeister
Alle Bürgermeister aus der Region Steyr-Kirchdorf erhalten detaillierte Informationen aus der Umfrage. In dieser Unterlage sind auch Handlungsempfehlungen und Forderungen enthalten. „Wir wollen, dass die Entscheidungsträger die Notwendigkeit erkennen, sich mit der Mobilität in ihrer Gemeinde zu beschäftigen“, sagt Großauer, der mit seiner Familie in Dietach lebt.


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