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STEYR. Für viele Familien wird die Corona-Pandemie zum Belastungstest. „In dieser Situation brauchen Familien Hilfen, die nicht bewerten, sondern unterstützen“, so Sonja Farkas vom Kinderschutzzentrum Wigwam.

Sonja Farkas leitet das Wigwam. Foto: Marc Mühlberger
Sonja Farkas leitet das Wigwam. Foto: Marc Mühlberger

Die Ausgangsbeschränkungen, der Heimunterricht, Angst vor Krankheit oder Kündigung, beengte Wohnverhältnisse und existenzielle Sorgen bedeuten derzeit eine enorme Belastung. In diesem Spannungsfeld gelingt es manchen Familien nicht mehr, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Das Kinderschutzzentrum Wigwam bietet seit über 20 Jahren kostenlos Elternberatung und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an, wenn diese von körperlicher, psychischer, sexueller Gewalt und Vernachlässigung bedroht oder betroffen sind. „Auch Kinder, die Gewalt zwischen den Eltern beobachten, leiden sehr und benötigen dringend Unterstützung“, sagt Farkas.

Anstieg häuslicher Gewalt in Krise

Aus China und Italien wurde berichtet, dass mit Anhalten der Corona-Krise ein deutlicher Anstieg von häuslicher Gewalt beobachtet wurde. Damit müsse auch in Österreich gerechnet werden. Das Kinderschutzzentrum möchte die Bevölkerung sensibilisieren. Es gilt, wachsam zu sein und notfalls Zivilcourage zu zeigen. „Halten Sie die Augen und Ohren für die Nöte von Kindern und Jugendlichen offen“, ersucht Farkas.

Auch bei Verdacht

Auch Menschen mit Verdacht und Sorge können sich an das Wigwam oder die Kinder- und Jugendhilfe wenden. Bei akuter Gefährdung muss jedoch die Polizei verständigt werden. Das Wigwam ist unter Tel. 07252/41919 gut erreichbar (derzeit deutlich erweitert an 24 Wochenstunden): Mo.–Do., 9–12 und 13–16 Uhr.

www.wigwam.at


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