Neue Argumente gegen Steyrer Westspange
STEYR. Die Corona-Krise könnte sich auf ein Straßen-Großprojekt auswirken.

SPÖ, FPÖ und ÖVP sind sich in Steyr einig, dass die Westspange für die Stadt deutliche Vorteile bringen wird. Mit dem Land OÖ wurde das Projekt bereits auf Schiene gebracht, Steyr wird zehn Prozent der Gesamtkosten übernehmen. Diese werden aktuell mit rund 30 Millionen Euro geschätzt. Die Grünen stehen dem Projekt aus verkehrspolitischen Gründen und wegen der damit verbundenen Zerstörung hochwertigen Acker- und Grünlandes kritisch gegenüber.
„Unbedingt hinterfragen“
„Die Corona-Krise lässt uns Vieles in einem neuen Licht erscheinen und neu bewerten. Auch das Projekt Steyrer Westspange sollte unbedingt hinterfragt und evaluiert werden“, sagt Mobilitätsstadtrat Reinhard Kaufmann (Grüne). So seien die bisherigen Verkehrsprognosen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr gültig, außerdem sollte man bei der Überwindung der wirtschaftlichen Krise auf Wachstum in umwelt-, gesundheits- und klimafreundlichen Bereichen setzen. Größtes Argument gegen die Westspange sind freilich die Kosten. „Realistisch wären wohl 40 Millionen Euro Steuergeld notwendig – für ein nicht gut begründetes Projekt“, so Kaufmann.


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