Tag der humanitären Hilfe: Rotkreuz-Markt Steyr für armutsgefährdete Menschen
STEYR. Abstand, Einsparungen, Arbeitslosigkeit, Insolvenzen. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise verschärfen den Alltag auf vielen Ebenen. Besonders betroffen sind armutsgefährdete Menschen. Sie würdevoll zu unterstützen, ist Ziel des Rot-Kreuz-Marktes in Steyr.

Der Markt in Steyr ist einer von 27 Rotkreuz-Märkten im Bundesland. Laut einer aktuellen Befragung sind 85 Prozent der Kunden mit dem Angebot sehr zufrieden. Der Bedarf an Hilfe steigt kontinuierlich. Alleine im Vorjahr verzeichneten die Märkte landesweit rund 68.700 Einkäufe.
Wegwerfen kommt nicht infrage
Die durchschnittliche Rotkreuz-Markt-Kundschaft in Oberösterreich ist mehrheitlich weiblich, zu 50 Prozent im Ruhestand und spricht zu 81 Prozent Deutsch als Erstsprache. Gekaufte Waren wegzuwerfen kommt für 96,4 Prozent der Befragten nicht infrage.
Maximal 1.000 Euro Einkommen
Schon vor der Corona-Krise galten 153.000 Menschen laut Statistik Austria in Oberösterreich als armutsgefährdet. Ihr Leben ist geprägt von großen finanziellen und auch seelischen Sorgen. „Der Rotkreuz-Markt in der Stadt Steyr ist in der Armutsbekämpfung nicht wegzudenken. Den Kunden wird nach Ausstellung eines Einkaufsausweises ermöglicht, im Rotkreuz-Markt wie in einem gewöhnlichen Markt einzukaufen“, sagt Bezirksstellenleiter von Steyr-Stadt Urban Schneeweiß. In einem Rotkreuz-Markt einkaufen dürfen Personen, die über ein monatliches Einkommen von maximal 1.000 Euro verfügen.


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