Ungebetene Gäste werden zunehmend zum Problem
REGION STEYR. Die Corona-Krise hat die Wertschätzung für die Landwirtschaft erhöht. Das gesteigerte Naturbewusstsein der Menschen führt aber auch immer wieder zu Konflikten.

Eine Kuh-Attacke im Mai auf der Hohen Dirn war eines der Gesprächsthemen beim Treffen der Landwirtschaftskammer-Spitze mit regionalen Bauern in der Fachschule Kleinraming. Dass die damals verletzte Frau jetzt mit Klage droht, sorgt im Ennstal für Kopfschütteln. Schließlich sei die Dame mit Hund der Kuh viel zu Nahe gekommen und damit selbst Schuld am Unfall gewesen, so die Meinung der Bauern.
Eigentum schützen
Abgesehen davon gebe es immer wieder Wanderer, Spaziergänger und Sportler, die sich nicht an die Spielregeln halten. So wird vom Picknick auf Privatgrund oder der unerlaubten Benutzung von Wegen berichtet. „Wir müssen bäuerliches Eigentum schützen“, betont LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger.
Einbrüche in Ställe
In der Schweine-Wirtschaft häufen sich die Einbrüche in Ställe. Ziel sind meist Videoaufnahmen von Tierschützern. „So lange nichts beschädigt wird, gilt das nicht als Hausfriedensbruch, das muss sich gesetzlich ändern“, fordert Langer-Weninger. Generell rät die Präsidentin ihren Kollegen zum Dialog, egal ob beim Stammtisch, Kirchenchor oder Sportverein. „Wir dürfen die Diskussion nicht scheuen und müssen positive Stimmung für die Landwirtschaft machen.“


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