Leserbrief: Was braucht es noch, um zu verstehen?
STEYR. In diesem Land gibt es Mütter und Väter, die nicht für eine lebenswerte Zukunft ihrer Kinder kämpfen wollen, ärgert sich Tips-Leser Jürgen Hutsteiner.

Neulich veröffentlichte der IPCC einen wissenschaftlichen Bericht über die Situation unseres Klimas. Ich gebe zu, alleine dieser Satz verleitet wahrscheinlich viele zum Weiterblättern. Ich bitte Sie aber diesem Impuls nicht nachzugeben und verspreche, es kurz und unkompliziert zu machen. Stark vereinfacht steht drinnen, dass wir noch eine kleine Chance haben, dass die Menschheit, also unsere Kinder überleben. Dass unsere Kinder wegen der Klimakrise sterben, ist wesentlich wahrscheinlicher, als diese Chance, das Ruder noch herumzureißen.
Für die Zukunft der Kinder
Das ist jetzt für mich nicht neu, dieses Wissen ist vielmehr der Hauptgrund für meinen jahrelangen Kampf. Was mich verwundert, nein, was ich halt absolut nicht verstehe, ist, dass es in diesem Land Mütter und Väter gibt, die nicht für eine lebenswerte Zukunft ihrer Kinder kämpfen wollen. Pandemie, Naturkatastrophen aller Art, was braucht ihr noch, um zu verstehen?
Tut was!
Ich flehe euch an, für meine, aber auch für eure Kinder: Steht endlich auf und tut was! Mit eurem täglichen Verhalten, dem Abwählen von offenkundig unfähigen Regierungen, aber auch damit, für kompromisslosen Klimaschutz auf die Straße zu gehen, verhindert ihr den vorzeitigen Tod eurer Kinder. Und das ist doch das Mindeste, was man als Eltern für seine Kinder tut.
von Jürgen Hutsteiner, ein äußerst verängstigter Vater aus Steyr


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17.08.2021 01:06
Wie lange noch den Kopf in den Sand stecken ?
Ich teile den Inhalt des Leserbriefes zu 100%. Die Tatsache, dass man schlechte Nachrichten nicht hören will, macht die kommende Klimakatastrophe leider nicht unwahrscheinlicher. Dabei könnte eine Zukunft mit wirksamem Klimaschutz auch so positv aussehen: - keine teuren Erdöl- und Gasimporte mehr - das eingesparte Geld könnte allen Österreichern zu Gute kommen - keine Unterstützung von menschenverachtenden oder terroristischen Erdöl-exportierenden Regimes mehr - ein echter Betrag zum Weltfrieden. - autarke Energieversorgung mit erneuernbaren Energien - keien Abhängigkeiten = keine faulen diplomatischen Kompromisse - saubere Luft in den Städten durch klimaneutrale Öffis und E-Mobilität - Ankurbelung der Wirtschaft auf Jahrzehnte durch die Energiewende und Digitalisierung - Wohlstand für alle