„Zusätzliche Arbeitsplätze in den nächsten Jahren“
WALDNEUKIRCHEN. Bürgermeister Karl Schneckenleitner spricht im Interview über die Corona-Situation, den Zusammenhalt im Dorf und die Wohn- und Arbeitsplatzsituation in der Gemeinde.

Tips:Wie ist die Corona-Lage in Waldneukirchen? Sind Sie mit der Impfrate zufrieden?
Karl Schneckenleitner: Das letzte Jahr war sehr herausfordernd. Die Bundesregierung gibt die Richtung vor, aber die Maßnahmen werden meist auf Gemeinde-Ebene umgesetzt. Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Meine größten Befürchtungen sind die derzeit überall steigenden Fallzahlen. Das Virus macht keine Ferien. Es gibt Verantwortung, die über die Eigenverantwortung hinausgeht. Bleiben wir vorsichtig, dann geht es gut weiter. Mein Appell gilt allen – nehmen wir das Angebot der Corona-Schutzimpfung an. Impfungen sind die beste Möglichkeit, sich und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Die letzten Zahlen zeigen, dass sich die Waldneukirchner zu einem guten Prozentsatz an der Impfung beteiligen.
Tips:Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Gemeinde?
Karl Schneckenleitner: Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden. Waldneukirchen ist eher ländlich strukturiert, hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten stark zur Wohngemeinde hin entwickelt. Unsere Gewerbebetriebe bieten nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern tragen durch die Kommunalsteuer auch zu einer guten finanziellen Basis der Gemeinde bei. So können viele Projekte umgesetzt werden. Der Zusammenhalt unter den Waldneukirchnern ist sehr groß. Die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarre ist besonders hervorzuheben. Das Vereinsleben ist sehr vielseitig und bietet Heimat für viele unserer Jugendlichen.
Tips:Wie ist man in Sachen Kinderbetreuung aufgestellt?
Karl Schneckenleitner: Das Angebot im Bereich der Kinderbetreuung ist besonders hoch. Erstmals konnten wir dieses Jahr eine durchgehende Kinderbetreuung in den Sommermonaten anbieten. Eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung ist für einen Ort mit Wachstum Grundvoraussetzung. In den vergangenen Jahren haben wir gut vorgesorgt. Der Kindergarten wurde großzügig und modern ausgebaut und hat ausreichend Plätze, damit die Eltern ihre Kinder gut aufgehoben wissen.
Tips:Gibt es genügend Wohnraum bzw. Baugründe?
Karl Schneckenleitner: Die Nachfrage an Baugrundstücken für den Einfamilienwohnhausbau ist groß. Jedoch haben wir aktuell einen Engpass und können nicht der Nachfrage entsprechend Baugrundstücke anbieten. Für die Zukunft gesehen sind wir zuversichtlich, weitere Grundstücke zu erschließen, um wieder Reserven für die nächsten Jahre zu haben. Damit unsere jungen Gemeindebürger die Möglichkeit haben, in Waldneukirchen ihre ständige Bleibe zu errichten. Weiterhin werden wir die Zusammenarbeit mit Wohnbaugesellschaften suchen, um in Verbindung mit diesen auch der Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen gerecht zu werden. Damit können wir den Weg eines kontinuierlichen überschaubaren Wachstums und Wohnungsangebotes fortsetzen.
Tips:Wie ist die Arbeitsplatz-Situation in Waldneukirchen?
Karl Schneckenleitner: Es gibt rund 1.100 Arbeitsplätze in Waldneukirchen und mit Stolz blicken wir auf jedes einzelne Unternehmen. Wir haben in den letzten Jahren einen ganz guten Zuwachs an Gewerbe- und Produktionsbetrieben verzeichnen können. Dies war möglich, da wir großflächig geeignetes Bauland entlang der B122 erschließen konnten. Ein Teil davon ist noch verfügbar für weitere Betriebsansiedlungen. Es ist für die Gemeinde erfreulich, wenn sich Unternehmen für ihren Standort in Waldneukirchen entscheiden. Mit der Betriebserweiterung der Firmen Packit und Wasserbauer, der Standortverlagerung der Firma Hartl aus dem Ortszentrum in das Gewerbegebiet und den neuen Betrieben Rosensteiner aus Steinbach/Steyr und Landtechnik Bulla aus Sierning werden in den nächsten Jahren zusätzliche Arbeitsplätze in Waldneukirchen entstehen.


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