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STEYR. Der ehemalige Spitzensportler Werner Peyrl überstand eine Krebserkrankung, absolvierte auch zwischen seinen Chemo-Behandlungen Paddeleinheiten.

Werner Peyrl (rechts) mit seinem Bruder Klaus (Foto: privat)
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„Ein besonderer Mensch, der dem Krebs einfach davongepaddelt ist“, kommt Günther Briedl ins Schwärmen, wenn er von seinem Vereinskollegen Werner Peyrl erzählt. „Ich bin als Obmann der Forelle Kanu, aber auch als Präsident des Österreichischen Kanuverbandes von der Faszination und der Liebe zum Kanusport dieses Menschen begeistert“, so Briedl. Vor 55 Jahren war Werner Peyrl als Sportsoldat beim damaligen HSNS und hatte Rennen am Flachwasser nicht nur bestritten, sondern auch oft gewonnen. Nach seiner Karriere als Leistungssportler widmete er sich seiner Familie und seiner beruflichen Weiterentwicklung.

Leidenschaft wiederentdeckt

Mit seiner Pensionierung entdeckte der Vater zweier Kinder erneut seine Leidenschaft zum Paddeln. Peyrl motivierte nicht nur sich selbst, sondern seine Begeisterung steckte auch ehemalige Paddler wieder an. Viele gemeinsame Ausfahrten auf den Flüssen und Seen Österreichs zementierten seine Leidenschaft wieder ein. Er war auch einer der ersten Drachenbootsteuermänner in Steyr, begleitete die Veranstaltungen Klasse im Boot und Gemeinsam im Boot. Dunkle Wolken zogen im November 2019 auf, denn der aktive Pensionist bekam mit Speiseröhrenkrebs eine niederschmetternde Diagnose, die seinen zweiten sportlichen Frühling schlagartig zur Nebensache machte.

Stundenlange Operation

Mit über 70 Jahren musste er sich einer stundenlangen und für sein Alter gefährlichen Operation unterziehen, die er dank seiner guten physischen Verfassung überraschend gut überstand. Nun galt es zu regenerieren und dies gelang Werner Peyrl am besten mit der Liebe zum Kanusport. Er kämpfte sich mühevoll zurück und steckte sich ehrgeizige Ziele. Zwischen seinen Chemobehandlungen startete er bereits wieder mit Paddeleinheiten. Ab März 2020 paddelte Peyrl nahezu täglich nicht nur im Kajak, sondern auch hin und wieder im Drachenboot. Nach Teilnahmen an einigen österreichischen und sogar internationalen Paddelrennen (Krumlov-Marathon in Tschechien, Ardeche-Marathon in Frankreich) steigerte der Pensionist seine jährlichen Kilometerleistungen in Rekordhöhe.

3.000er-Marke geknackt

Wenige Tage vor Weihnachten knackte der 74-Jährige die 3.000er-Marke und stellte somit eine persönliche Kilometerbestleistung auf. Niemals aufgeben war die Devise und so hat Werner Peyrl trotz seiner Vorerkrankung sein Ziel erreicht. Noch ist kein Ende der Kilometerjagd zu erwarten, denn der rüstige Pensionist plant bereits für kommende Einsätze im In- und Ausland.


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