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DIETACH. Die Imker-Ortsgruppe Dietach-Gleink wurde am 8. Jänner 1922 von 19 Mitgliedern gegründet.

Der Imkerverein Dietach-Gleink hat 32 Mitglieder. (Foto: privat)
Der Imkerverein Dietach-Gleink hat 32 Mitglieder. (Foto: privat)

100 Jahre später hat der Verein 32 Mitglieder, darunter drei Jungimker. „Wir betreuen circa 210 Bienenvölker“, erzählt der aktuelle Vereinsobmann Stefan Losbichler, der 2005 in dieser Funktion Hermann Neustifter sen. ablöste. Erster Obmann war übrigens Johann Schwendtner, damals Revierinspektor von Gleink.

Ohne Bienen geht nichts

Der Ertrag von Nutzpflanzen (z. B. Obstbäumen) hängt stark von den Bienen ab. „80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung der Bienen angewiesen“, weiß Losbichler. Da die Honigbienen als Völker mit 5.000 bis 20.000 Tieren überwintern, sind sie im Frühjahr zur Zeit der Obst- und Wiesenblüte schon in großer Anzahl vorhanden. Alle anderen blütenbestäubenden Insekten überwintern als Einzeltiere und beginnen erst im Frühjahr mit dem Aufbau eines Nestes. Eine Biene besucht an einem schönen Tag zwischen 6.000 und 9.000 Blüten, wobei sie einen Flugradius von circa drei Kilometern bewältigt. Für ein Kilo Honig sind bis zu 20 Millionen Blütenbesuche (50.000 Flüge) notwendig.

Einen Beitrag leisten

„Wer die Möglichkeit hat, sollte die Bienen und Insekten mit Blumenwiesen und im eigenen Garten durch das Pflanzen von blühenden Bäumen und Sträuchern unterstützen“, betont Losbichler. Eine besondere Herausforderung ist noch immer die Varroamilbe und der verstärkte Einsatz von Spritzmitteln in den Gärten und in der Landwirtschaft. Es entstehen immer größere Flächen mit Monokulturen, die den Insekten das Leben schwer machen, bzw. sie gänzlich verdrängen. Der Imkerverein Dietach-Gleink ist offen für neue Mitglieder. „Das Beobachten und Arbeiten mit den Bienen tut Leib und Seele gut und erfreut jedes Imkerherz“, so Losbichler, für den das Umdenken in der Bevölkerung bezüglich der Bienenhaltung sehr erfreulich ist. „Die Blühflächen sind letztendlich auch für uns Menschen eine Augenweide. Die Freude und der Lohn bei der Arbeit in der Imkerei sind gesunde und vitale Bienenvölker sowie gute Honigerträge.“


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