„Radfahren muss für alle sicher sein“
STEYR. Stark steigende Spritkosten könnten für viele Menschen ein Impuls zum Umstieg auf das Fahrrad sein. Für die Radlobby hat Steyr noch in vielen Bereichen Aufholbedarf.

Vor der letzten Gemeinderatswahl im Herbst 2021 wurde das Thema Radinfrastruktur von vielen Parteien diskutiert. „In der Umsetzung haben wir noch viel zu tun“, sagt Gemeinderat Harald Peham (ÖVP), der auch für die Radlobby Steyr aktiv ist. Diese war mit dem Radlobby-Landesobmann Gerhard Fischer in der Stadt unterwegs, um vor allem die Hauptrouten auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. „Positiv sind in Steyr die zahlreichen Fahrbahnanhebungen vor Zebrastreifen oder in 30er-Zonen, die Autos dazu bringen, tatsächlich die Geschwindigkeit zu reduzieren“, sagt Fischer.
Blumentrog am Radweg
Dem Obmann der Radlobby Oberösterreich sind aber auch diverse Gefahrenstellen untergekommen. So steht auf der Resthofstraße (nahe Eckelt) ein Blumentrog mitten am Radweg. Außerdem werde die Straße im dortigen Industriegebiet von Kfz-Lenkern überhaupt nicht als Radroute wahrgenommen. „Da bräuchte es dringend zusätzliche Maßnahmen. Außerdem sollte überall, wo es Mischverkehr gibt, Tempo 30-Zonen geben“, fordert Fischer, dem auch die Kirchengasse negativ auffiel. „Das dortige Rumpelpflaster ist noch um etliches schlimmer als jenes auf der Landstraße in Linz.“
Mehr Geld, mehr Personal
Vom Land Oberösterreich fordert Fischer ein übergeordnetes Radwegenetz, dass vor allem dem Alltagsverkehr dient. Ein Vorbild in dieser Hinsicht sei Vorarlberg. „Im touristischen Bereich gibt es in Oberösterreich gute Projekte, es braucht aber gute Wege für Schule, Arbeit und Alltagsfahrten. Radfahren muss für alle sicher sein.“ Das ginge nur, wenn das Land sowohl die finanziellen als auch die personellen Ressourcen deutlich aufstockt.


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