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BAD HALL. Bürgermeister Bernhard Ruf spricht im Tips-Interview über den Bezug der Stadt zur Ukraine, die Corona-Pandemie, ein Jubiläum und über kulturelle Highlights.

 (Foto: © holnsteiner)
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Tips: Am 20. August 2001 wurde Bad Hall zur Stadt erhoben. Wird das 20-Jahr-Jubiläum heuer nachgefeiert?

Bernhard Ruf: Nachdem die Stadterhebungsfeierlichkeiten erst im Jahr 2002 stattfanden, werden wir heuer das Jubiläum gebührend begehen. Am 2. und 3. September ist ein großes Stadtfest geplant, das in gewohnter Manier die ganze Innenstadt zur Feierzone verwandeln wird und Musik und Show für jeden Geschmack und jedes Alter bieten wird.

Welche Veranstaltungs-Highlights stehen an? Worauf freuen Sie sich besonders?

Bernhard Ruf: Wir freuen uns, dass heuer wieder das Harley-Treffen, der Pink-Ribbon-Lauf, der Tag der Einsatzkräfte und das Weinfest stattfinden können. Auch im Theater gibt es mit der Operette „Die Lustige Witwe“ und dem Musical „Annie“ wieder Top-Produktionen zu genießen. Auf das zweitägige Stadtfest im September freue ich mich natürlich besonders.

Wie stark wurde Bad Hall von der Corona-Pandemie getroffen?

Bernhard Ruf: Die zahlreichen Pflegeeinrichtungen und touristischen Betriebe in unserer Stadt waren und sind natürlich von der Pandemie am meisten betroffen. Nur dank der Stärke, Ausdauer und Geduld der dort Arbeitenden konnten die Auswirkungen bewältigt werden. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön. In Summe hat Bad Hall durch seinen gesunden Mix an Wirtschaftsbetrieben und der ungebrochenen Attraktivität unserer Einkaufs-, Kultur- und Erlebnisstadt die Pandemie relativ gut überstanden.

Bad Hall hat einen speziellen Bezug zur Ukraine.

Bernhard Ruf: Unsere Stadt ist Mitglied im Ring der Europäischen Schmiedestädte, in dem sich auch zwei Städte der Ukraine befinden. Sowohl in Donezk als auch in Iwano-Frankiwsk fand im letzten Jahrzehnt die Jahreshauptversammlung des Rings statt. In beiden Städten wurden wir herzlich aufgenommen und konnten dort die lebendige Kultur bestaunen. Umso mehr schmerzt es jetzt, diese Städte von Krieg und Zerstörung betroffen zu sehen.

Wie bringt man sich als Stadt für Flüchtlinge ein?

Bernhard Ruf: Neben Sach- und Geldspenden für die Ukraine versuchen wir auch diesmal, Geflohene in möglichst vielen privaten Unterkünften unterzubringen und durch koordinierte Hilfe zu betreuen. Auch die Pfarre plant wieder, im Pfarrhof vertriebene Menschen aufzunehmen. Ukrainische Kinder werden in unseren Bildungseinrichtungen bestens betreut. Ein herzliches Dankeschön an unsere Zivilgesellschaft, die wieder beherzt gezeigt hat, wie gelebte Solidarität aussieht!

Was zeichnet die Stadtgemeinde besonders aus?

Bernhard Ruf: Unsere kompakte Stadt zeichnet sich durch die richtige Mischung von Natur-, Kultur-, Wirtschafts- und Erlebnismöglichkeiten aus. In Bad Hall ist immer etwas los, hier ist man freundlich und hilfsbereit und gemäß einem Gedicht, das unlängst im Rathaus gelandet ist, wird hier noch persönlich gegrüßt.

Welche Bauprojekte stehen an?

Bernhard Ruf: Demnächst wird die rundum renovierte Tennisanlage eröffnet. Im Gange ist neben der Umstellung der kompletten Straßenbeleuchtung auch die Sanierung des Quelltempels, dessen historische Substanz wieder für neue Nutzungsmöglichkeiten gerüstet werden soll. Gott sei Dank haben wir derzeit keine sehr großen Bauprojekte, da die (bau-)wirtschaftliche Lage schwer berechenbar ist. Als Nächstes geplant sind der Umbau und die Renovierung des Rathauses.


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