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STEYR. Oberösterreichs Lebenshilfe-Kindergärten haben für die Betreuung ihrer Schützlinge 28 Mitarbeiter, 27 davon sind Frauen. Robert Putz (39) entdeckte die Liebe für den Job schon in der Jugend.

 (Foto: Lebenshilfe OÖ)
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Der Vater von sieben Kindern geht ganz in seiner beruflichen Arbeit auf und feiert mit seinen Schützlingen die kleinen Erfolge. „Auch Männer haben eine emotionale und pflegerische Seite und können sich gut um Kinder kümmern“, sagt Robert Putz, der einzige männliche Kindergartenpädagoge der Lebenshilfe OÖ. Für den 39-jährigen Steyrer war es Liebe auf die ersten Zivildiensttage. Bereits in seiner Jugend konnte er Einblicke in die Arbeit mit Kindern mit intellektueller Beeinträchtigung im Lebenshilfe-Kindergarten in Steyr gewinnen – und in ein harmonisches Team.

Ein spannender Job

„Nach anderen beruflichen Stationen in der Kinderbetreuung habe ich mich sofort beworben, als im Lebenshilfe-Kindergarten eine Stelle in der Einzelbegleitung ausgeschrieben war. Schon damals habe ich das Team als harmonisch erlebt“, erzählt Putz. Mittlerweile ist er seit drei Jahren Mitarbeiter der Lebenshilfe und in der basalen Gruppe beschäftigt. „Jedes Kind hat eigene Bedürfnisse und die Bandbreite ist groß – von Kindern, die viel Ruhe brauchen bis zu lauten Kindern mit großem Bewegungsdrang. Bei jedem Kind setzt man neu an, das macht den Job spannend.“ Die Tatsache, dass er der einzige männliche Betreuer ist, erachtet der 39-Jährige als unspektakulär. „Natürlich ist es für die Kinder ein Zeichen von Normalität, wenn sich beide Geschlechter in der Begleitung finden. Aber man muss niemandem etwas beweisen, es wäre nicht schlechter ohne Mann.“

Verstärkung gesucht

Kindergartenleiterin Ingrid Oberstraß schätzt den männlichen Mitarbeiter: „Gerade bei Kindern mit Verhaltensschwierigkeiten geht auch daheim oft ein männlicher Part ab. Es ist gut, wenn der im Kindergarten vorhanden ist. Persönlich schätze ich Roberts tiefenentspannte und entschleunigende Art.“ Im Lebenshilfe-Kindergarten in Steyr-Gleink werden Kinder mit Entwicklungsstörungen, Verhaltensproblemen, Wahrnehmungsdefiziten und Beeinträchtigung begleitet. Dabei wird Wert darauf gelegt, die Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, in ihrer Entwicklung anzunehmen und zu unterstützen. In den zwei Gruppen des Kindergartens, der heilpädagogischen und der motopädagogisch-orientierten Gruppe, sind aktuell fünf Mitarbeiter beschäftigt. Ein Pädagoge wird dringend gesucht.


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