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STEYR. Menschen mit Beeinträchtigungen vom gesellschaftlichen Rand in die Mitte des Zusammenlebens holen. Das passiert durch zwei neue Inklusionsprojekte am Tabor.

Von links: Michael Schodermayr, Monika Czamler Petra Payrhuber, Gabrielle Kolland, Wolfgang Hattmannsdorfer und Markus Vogl (Foto: Land OÖ/Antonio Bayer)

Zehn Bewohner ziehen in das „begleitete Wohnen“ der Volkshilfe LebensART ein, 21 Bewohner im pro mente OÖ Wohnhaus. Diese Woche wurden die Projekte eröffnet. „Wir denken Inklusion neu und rücken mit Leitprojekten wie hier in Steyr Menschen mit Beeinträchtigungen in die Mitte der Gesellschaft“, sagt Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Auch der Steyrer Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ) freut sich über das Projekt: „Es braucht genau solche zielgerichteten Angebote, um die Bewohner mitten im Leben leben zu lassen.“ 

Unterstützung nach Bedarf

Die zehn Bewohner des Volkshilfe lebensART-Wohnverbundes Tabor in der Roosevelt-Straße wohnen seit Mitte Dezember 2021 dort, sind zwischen 19 und 62 Jahren alt und leben grundsätzlich alleine. Aber natürlich erhalten sie – je nach Bedarf - Unterstützung bei der Körperpflege, bei Einkäufen und/oder bei der Reinigung und Instandhaltung der Wohnung. Auf dem Programm stehen auch immer wieder Aktivitäten wie etwa gemeinsames Kochen und Essen im Mitarbeiter-Treff, wichtig ist vor allem ein strukturierter Tagesablauf. Das unterstützende lebensART-Team der Volskhilfe besteht aus neun Frauen und einem Mann.Unterschiedlich wie die Bewohner sind auch die Ausbildungen der Mitglieder. Diese reichen von der Behindertenpädagogik bis hin zur Krankenpflege.

Eigene Wohnung

Bewohner des „Begleiteten Wohnens“ erhalten bei der Gestaltung des Tagesablaufs und der Bewältigung ihres Alltags die für sie erforderliche Unterstützung. Sie sind in der Lage, tagsüber einige Stunden alleine zu verbringen, benötigen keinen Nachtdienst, können aber jederzeit telefonisch Hilfe anfordern. Im Begleiteten Wohnen steht eine „eigene“ Wohnung (ca. 40 m2) zur Verfügung. Das pro mente OÖ-Wohnhaus in Steyr wurde von den 21 Bewohner am 1. März bezogen, 23 Mitarbeiter arbeiten an diesem Standort. Alle Bewohner werden individuell betreut, im Vordergrund stehen die Erhaltung und Förderung der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr vor Ort. Aufgrund des Alters brauchen viele Bewohner auch Unterstützung bei der Körperpflege. Diese kann nun aufgrund der barrierefreien Gestaltung der Räumlichkeiten besser erfolgen.

Stimmen zur Eröffnung 

„In meiner Brust schlagen bei diesem Termin zwei Herzen. Jenes des fürs Soziale zuständige Vizebürgermeisters und jenes des Vorsitzenden der Volkshilfe Oberösterreich. Und beide Herzen schlagen laut und glücklich. Denn mit dem Wohnverbund hier in Tabor gelingt es der Volkshilfe lebensART GmbH, die Bewohner in die Mitte der Gesellschaft zu holen und ihnen ein sehr eigenständiges Leben zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Mitarbeitern. Ich danke aber auch den Bewohnern, die uns ihr Vertrauen schenken.“

Michael Schodermayr, Vorsitzender der Volkshilfe Oberösterreich und SPÖ-Vizebürgermeister

„Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Ich bedanke mich bei allen, die ein Wohnen für die Menschen im Wohnhaus Steyr von pro mente OÖ möglich machen – ich danke hier vor allem den Mitarbeitern und auch der Politik für die Unterstützung. Viele andere pro mente OÖ-Einrichtungen haben uns bei dem Umzug unterstützt, die Möbel wurden ebenfalls von Klienten aus anderen Standorten angefertigt. Ich bin sehr stolz, dass hier ‚Gemeinschaft‘ gelebt wird. Ich bedanke mich auch bei der Volkshilfe OÖ für die gute Nachbarschaft.“

Monika Czamler, Präsidentin von pro mente OÖ

 


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