Trauer um Kampenhuber
BEHAMBERG. Josef Kampenhuber vulgo „Bauer am Wachtberg“ ist im 97. Lebensjahr verstorben.

Das Begräbnis fand am 22. Juli in Behamberg statt. Ehrende Nachrufe in der Kirche kamen vom örtlichen Seniorenbund-Obmann Karl Grübl und vom Kommandanten der Feuerwehr Wachtberg Alexander Madler. Den Trauerzug begleiteten die Feuerwehr und der Musikverein Wachtberg.
US-Bombe tötete Vater und Geschwister
Josef Kampenhuber wuchs in einer sehr schwierigen und ereignisreichen Zeit. Anfang des Jahres 1939 mussten 29 Bauern der Ortschaften Ramingdorf und Münichholz ihre Höfe verlassen, um den Waffenschmieden Hitlers Platz zu machen. Josefs Eltern erwarben das Haus Mitterwachtberger am Wachtberg. Am 23. Februar 1944 bombardierten die Amerikaner mittags das zur Tarnung vernebelte Steyr. Eine verirrte Bombe traf den Hof der Familie Kampenhuber und tötete Vater Johann, Schwester Cäcilia und Bruder Franz.
Ein schöner Tag in Josef Kampenhubers Leben war sicher der 6. Dezember 1945, als er nach zwei Jahren an der Front und einer Verwundung aus dem Lazarett Possenhofen ins Elternhaus heimkehrte.
Aufmerksamer Wetterbeobachter
Josef hatte ein sehr außergewöhnliches Hobby. Er beobachtete Tag für Tag penibel das Wetter und meldete verlässlich die Daten an die Zentralanstalt für Meteorologie Wien. Gerne ging er auch zu seiner wöchentlichen Stammtischrunde. Er war 36 Jahre Mitglied beim Seniorenbund, über 70 Jahre bei der Feuerwehr und ehemaliges Mitglied des Bauernbundes.


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