Mühlenfest: 30 Jahre Schattleitenmühle
GARSTEN. Das Wahrzeichen von Mühlbach steht am Sonntag, 28. August, im Mittelpunkt eines großen Festes.

Ursprünglich an einem Bach am Kürnberg gelegen, ist die Schattleiten Mühle seit 1992 idyllisch am Fuße der Rebensteiner Mauern unweit der Wallerkapelle zu finden. Ein engagierter Verein betreibt die Hausmühle am Rande eines Kneippwanderweges liebevoll als Schaumühle, sie ist nach wie vor voll funktionstüchtig. Rund um die Anlage sind historische landwirtschaftliche Geräte wie ein „Troadputzer“ zu besichtigen.
Wer in die Lebenswelt der großmütterlichen Generation eintauchen möchte, dem sei das traditionelle Mühlenfest am 28. August nahegelegt. Es beginnt um 10 Uhr mit einer Heiligen Messe bei der Mühle. Danach beginnt das Fest mit Maschinendreschen und Schaumahlen.
Musikalisch unterhält das Pokimmerl Blech, die Ternberger Landjugend tanzt auf. Auf die Kinder wartet zusätzlich ein buntes Programm. Das Fest findet nur bei Schönwetter statt! Ersatztermin: 11. September
Vom Berg ins Tal
In Mühlbach gab es zur Jahrhundertwende etwa 23 Mühlen, 1985 wurde die letzte eingestellt. Die Mühlbacher überlegten bald, eine wieder lebendig werden zu lassen. In mühevoller Arbeit brachten sie die Schattleitenmühle aus Kürnberg nach Mühlbach und bauten sie originalgetreu auf. Seit 1992 ist die Hausmühle wieder voll einsatzfähig.
„Willst du den Müllersmann, schlag die Glocke kräftig an“ - so wird man beim Eingang der Schattleitenmühle begrüßt. Nach einem kurzen kräftigen Schlag an die Glocke erscheint ein Mitglied der Familie Bramberger und präsentiert mit Stolz die Mühle. Mit etwas Glück trifft man noch Müllermeister Alfred Bramberger an. Mehr als 25 Jahre kümmerte er sich täglich aus Idealismus und Freude um die wiedererrichtete Anlage und erklärte Interessierten anschaulich ihre Funktion und Historie.
Von März bis Oktober geöffnet
Das mit Wasser- und Kammrad angetriebene Mahlwerk, die Schüttkammer, der Mahlraum und die gemütliche Müllerstube erinnern an den Alltag eines Müllers. Das Getreide wird mit Naturstein gemahlen und das Mehl mit einem Beutelstrumpf im Beutelkasten geseibert. Das daraus entstandene Mehl und der Gries werden für Köstlichkeiten in der Küche verwendet. Die Mühle ist von März bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr zur Besichtigung offen. Bei Voranmeldung werden ausführliche Führungen für Schulen und Wandergruppen angeboten, die mit dem Kneippweg und dem Kreuzweg zur Wallerkapelle (14 Holzschnitte) optimal verbunden werden können.


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