Straße statt Radweg
STEYR. Mountainbiker Otto Rammerstorfer schildert in seinem Leserbrief, warum er statt dem neuen Radweg in der Damberggasse lieber die Straße benutzt.

Ich schicke voraus, dass ich jede Initiative zum Radwegeausbau im Steyrer Stadtgebiet (inkl. Umland) begrüße und danke insbesondere der Steyrer Radlobby für ihren unermüdlichen Einsatz für die Attraktivierung alternativer Mobilitätsformen in Steyr. Mehrmals wurde in den letzten Wochen in Steyrer Printmedien (u.a. Amtsblatt Juli, Tips) von der Radwegverlängerung im Bereich Damberggasse berichtet. Als begeisterter Mountainbiker fahre ich mehrmals in der Woche vom Damberg stadteinwärts - und damit auch durch die Damberggasse. Bislang bin ich dafür durchgehend auf der Straße gefahren – und werde das auch zukünftig (trotz Radweg bis zur Trafik) tun.
Warum?
Die Einbindung des Radwegeendes in die Damberggasse (Bereich Trafik, von oben kommend) birgt ein erhöhtes Gefahrenpotential, zumal der Radweg ohne besondere Hinweise (nur ein Schild „Radweg Ende“ außerhalb des Blickfeldes eines stadteinwärts fahrenden Radfahrers) oder baulicher Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion direkt auf die (bergauf führende) Gegenfahrbahn der Damberggasse leitet. Autofahrer, die wenige Meter weiter oben links stadteinwärts einbiegen, sind kurz nach Ende einer Sperrlinie im Kreuzungsbereich mit querenden Radfahrern konfrontiert, die ihrerseits keinerlei Schutz durch Hinweise an die Adresse der Autofahrer („querende Radfahrer“ oder ähnliches) haben.
Sicher kann man einwenden, dass ein „Radweg Ende“-Schild genügen muss und auch die Selbstverantwortung der Radfahrer eingefordert werden kann. Wir sollten jedoch auch an unseren kleinsten Radfahrer denken, die möglicherweise noch nicht die Sensibilität und Erfahrung für Gefahrenpotentiale im Straßenverkehr und im besonderen für wie oben beschriebene Situationen aufbringen. Jedenfalls sehe ich die Stadt Steyr in der Verantwortung, diese Verkehrssituation nochmals in den Fokus zu nehmen und mit geeigneten Maßnahmen (z.B. rot markierter Radwegübergang – siehe Foto; Verengung des Radweges am Ende zur Temporeduktion, …) rasch (!!) zu entschärfen.
von Otto Rammerstorfer, Steyr


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