Sanierung der Turnhalle steht an
WALDNEUKIRCHEN. Bürgermeister Karl Schneckenleitner spricht im Interview über die Wasserversorgung, ein fehlendes Wirtshaus und die Vorfreude auf den Holzbirndlkirtag.

Tips: Wie laufen die Vorbereitung für den Holzbirndlkirtag?
Karl Schneckenleitner: Kurz gesagt so wie vor der Corona-Pause. Der Holzbirndlkirtag am Sonntag vor Schulbeginn (11. September) gehört zu den gesellschaftliche Höhepunkten im Waldneukirchner Veranstaltungskalender. Gemeinsam mit unseren Vereinen wird ein richtiges Dorffest veranstaltet. Ich erhoffe, dass dieses Jahr der gesamte Kirtag wieder ohne Einschränkungen und besonderer Vorsichtmaßnahme ablaufen wird können. Nachdem der Kirtag immer im Anschluss an das Erntedankfest von Statten geht kann man den Kirtag auch als übergreifende Veranstaltung von Pfarre und Gemeinde sehen. Ein dörfliches Ereignis für die ganze Familie bei dem Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Eine reizvolle Kombination aus Frühschoppen mit der Musikkapelle – Handwerksausstellung – buntem Kinderprogramm – viel Unterhaltung und Gaumenkitzel.
Tips: Wie haben Sie persönlich den Sommer verbracht?
Karl Schneckenleitner: Die Gemeindearbeit macht auch in der Urlaubszeit nicht Halt. In Waldneukirchen rührt sich einiges, ob Bautätigkeiten oder lang ersehnte Feste nach der Corona-Phase. Als Bürgermeister sollte man immer präsent sein. Es ist aber eine Freude wenn man merkt, die Normalität ist wieder zurück. Auf der anderen Seite muss auch Zeit für Entspannung, Urlaub und Familie sein. Im diesjährigen Sommer stand ein Kurzurlaub mit meiner Frau in Tirol auf der Urlaubsliste. So manche weitere Urlaubsaktivität wurde spontan nach Wetterlage entschieden. An schönsten finde ich persönlich es ohnehin zu Hause im Garten zu entspannen und die Zeit zu genießen.
Tips: Welche Infrastruktur-Projekte sind derzeit aktuell?
Karl Schneckenleitner: Im letzten Jahr wurden einige Gemeinderats-Beschlüsse zum Ausbau der Trinkwasserversorgung sowie zur Abwasserbeseitigung beschlossen. Der Bau der Abwasserbeseitigung „Kanalprojekt Hallerwald“ ist gerade voll im Bau. Damit wird für weitere 30 Haushalte eine geordnete Abwasserbeseitigung sichergestellt. Mit fünf weiteren kleineren Erweiterungsprojekten zur Trinkwasserversorgung werden in nächster Zeit weitere Objekte mit gesicherter Trinkwasserversorgung erschlossen. Weiters ist ein besonders dringendes Anliegen der weitere Ausbau des Glasfaser-Internets in unseren ländlichen Regionen der Gemeinde. Die Zukunft erfordert es für Moderne Formen des Arbeitens, wie Home-Office, eine gute Versorgung zu haben. Freilich sind wir in diesem Punkt stark von der öffentlichen Hand abhängig.
Tips: Wie sieht es mit der Wasserversorgung aus?
Karl Schneckenleitner: Dank des Zusammenschlusses des Wasserleitungsnetzes im Wasserverband Kurbezirk Bad Hall ist die Wasserversorgung für unsere Bürger gesichert. Es ist jedoch eine kostspielige Absicherung der Wasserversorgung, da jeder zugespeiste Liter Wasser bezahlt werden muss. Für den Fall eines Wasserengpasses wird aus den Wasserleitungsnetzten der Nachbargemeinden zugespeist. Nichtsdestotrotz sind wir auf der Suche nach weiteren Trinkwasservorkommen. Im letzten Jahr konnten mittels Probebohrungen Trinkwasservorkommen aufgefunden werden. Die vergangenen trockenen Jahre haben uns klar gezeigt, dass das Grundwasser endlich ist. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir wieder eine völlig eigenständige Versorgung mit dem wertvollsten „Lebensmittel“ sicherstellen werden.
Tips: Was sind die größten Zukunftsthemen für Ihre Gemeinde?
Karl Schneckenleitner: Die Sanierung und Adaptierung unserer Turn- und Mehrzweckhalle in den nächsten Jahren wird eines der wichtigsten Projekte. Nach mehr als 30 Jahren intensiver Nutzung für sportliche Aktivitäten sowie verschiedenster Veranstaltungen ist dieser Schritt dringend erforderlich. Die Planungsentwürfe sind soweit fertig. Jetzt geht es darum, die Genehmigung und Förderzusagen des Landes OÖ zu erlangen. Der Wunsch und Ruf nach einem Gasthaus im Ortszentrum ist unüberhörbar. Es wird jedoch die größte Herausforderung bleiben. Die Gastronomen welche sich die Führung eines Gasthauses zur Lebensaufgabe machen, sind dünn gesät. Als Gemeinde sind wir bereit für eine funktionierende Gastronomie unseren Beitrag zu leisten. Jedoch ist es meiner Ansicht zu invertieren erst dann richtig sinnvoll, wenn ein Betreiber bereits in den Startlöchern steht. Bezüglich Wohnraum und verfügbare Wohnungen wird sich im nächsten Jahr einiges ergeben – die Styria Wohnungsgenossenschaft hat mit der Errichtung von insgesamt 36 Miet- und Eigentumswohnungen begonnen. In gut einem Jahr werden diese Wohnungen zum Bezug bereitstehen.


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