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ADLWANG. Maria Achathaler spricht im Tips-Interview über ihr erstes Jahr als Bürgermeisterin, Energiekosten, Zukunftsthemen und die Vorzüge der Gemeinde.

 (Foto: Hermann Kranzl)
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Tips: Sie sind seit einem Jahr Bürgermeisterin, wie fällt ihre erste Zwischenbilanz aus?

Maria Achathaler: Das Bürgermeisteramt ist bereichernd und die täglich positiv erlebten Kleinigkeiten geben Mut und stärken das Miteinander in den Teams mit den Gemeinderäten sowie mit den Bürgern. Auch die Gemeinde hat mit den steigenden Preisen zu kämpfen und das eine oder andere Projekt ist zu optimieren. Der Zubau der Volksschule ist in der Planungsphase und somit auf Schiene. Trotzdem gibt es ein Weiterentwickeln und wir werden wie bisher sparsam und überlegt vorgehen. Wachstum hat auch seine Grenzen. Meine Devise: „Live is life!“ Erst in der Herausforderung und Auseinandersetzung sind die vielen Themen einer Gemeinde spannend. Lebensqualität und Umwelt sowie Ökonomie gehören zusammen. Für mich ist der Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie das Forcieren von regionalen Produkten wichtig. Die Wertschöpfung gehört in die Region.

Tips: Die Energiekosten sind für alle Gemeinden ein großes Thema. Wie geht Adlwang damit um?

Maria Achathaler: Um die Energiekosten zu optimieren, haben wir eine Ist-Analyse angestellt, daher ist es uns nun möglich weitere effiziente Schritte zu setzen. Ein gelungenes Projekt ist unsere neue LED-Straßenbeleuchtung. Diese haben wir heuer mit einem finanziellen Volumen von 184.000 Euro fast zur Gänze umgesetzt. Ab Oktober bieten wir einmal im Monat eine Fachberatung mit einem ausgebildeten Energieberater an. Außerdem startete im Februar das Pilotprojekt „Energiewende-Leaders Gemeinde Adlwang“. Dazu hat es bereits eine Einführung und Workshops gegeben. Das Ziel ist, dass wir für Adlwang ein vielfältiges Angebot schaffen und Schritte hin zur Klimaneutralität mit kurz- und längerfristigen Maßnahmen und Aktivitäten setzen.

Tips: Was sind weitere Zukunftsthemen für die Gemeinde?

Maria Achathaler: Der Zubau der Volksschule und eine Erweiterung von vier auf acht Klassen. Am Sportplatz der Union Adlwang wird die Terrasse überdacht. Für die Feuerwehr sollen ein neues Löschfahrzeug und 70 Uniformen gekauft werden. Außerdem streben wir an, nächstes Jahr den Bezirkszivilschutztag auszurichten.

Tips: Welche Bau und Wohnprojekte sind in Planung?

Maria Achathaler: Wir sind dabei in Adlwang ein Angebot für wohnungssuchende Bürger in geförderter und verdichteter Bauweise zu schaffen. Mit einem gemeinnützigen Wohnbauträger wurde der Baubeginn für 2023 vereinbart. Für den privaten Wohnbau wurden Vorbehaltsflächen für unsere Bürger gesichert und stehen ab 2023 zur Bebauung zur Verfügung.

Tips: Was zeichnet Adlwang besonders aus?

Maria Achathaler: Es spielen viele Faktoren mit, damit sich Adlwang als ein lebendiges Dorf präsentieren kann. So ist es mit besonderen Anstrengungen gelungen, die offene Gemeindearztstelle mit Hausapotheke neu zu besetzen. Im Hallerwald haben wir ein intaktes Naherholungsgebiet, Wallfahrt und Kirtag bringen an den ersten drei Wochen die Leute zusammen. Unsere Vereine sorgen für Zusammenhalt, die ansässigen Firmen sorgen für viele Arbeitsplätze. Adlwang ist mit seinen 130 Jahren eine junge Gemeinde, so auch die Bürger mit einem Durchschnittsalter von 39,5 Jahren (OÖ-Durchschnitt: 42,8 Jahre).

Sprechtag von Bürgermeisterin Maria Achathaler ist jden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr im Gemeindeamt. Um Voranmeldung wird gebeten (Tel. +43 7258 7455-35; buergermeister@adlwang.ooe.gv.at


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