Museum Arbeitswelt zeigt "Bodies Of Work"
STEYR. Trotz Baustelle im Haus kann man ab 5. November eine spannende Ausstellung im Museum besuchen. Eröffnung ist am Freitag, 4. November.

Gestaltet von Katharina Gruzei, zeigt die Schau „Bodies Of Work“ Auszüge aus einer gleichnamigen Fotoserie, die in Österreichs letzter Donau-Schiffswerft (ÖSWAG) im Linzer Winterhafen entstand. Hochtechnologische maschinelle Fertigung und industrielle Handarbeit sind dort bis heute eng miteinander verzahnt. Eineinhalb Jahre lang begleitete Gruzei die Arbeitsprozesse in der Schiffswerft – bei Tag und bei Nacht. „Oft begann ich frühmorgens die Schicht mit den Arbeitern und begleitete sie durch ihren Tag. Später fotografierte ich in größeren zeitlichen Abständen und auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Nachts und an den Wochenenden, wenn die Hallen menschenleer sind, wandelt sich das Betriebsgelände zum Naturreservoir an der Donau, in dem Matrosen wie auch Tiere einen Hafen finden“, so die Künstlerin.
Die Sinnlichkeit und Zeitlosigkeit von Gruzeis Motiven beeindrucken. An vielen Stellen scheint die 180-jährige Betriebsgeschichte durch. Doch die Werft erlaubt auch den Blick in die Zukunft und eröffnet gedankliche Räume, die bis zum Genre der Science-Fiction reichen.
25 Bilder und 1 Film
Katharina Gruzei hat in Berlin, Santa Barbara und Linz studiert. Die 1983 in Klagenfurt geborene Künstlerin arbeitet mit Fotografie, Film, Video, Installationen, Sound und Objekten. Die Ausstellung im Museum Arbeitswelt zeigt neben der Serie „Bodies of Work“ auch ihren Kurzfilm „Die ArbeiterInnen verlassen die Fabrik“ (2012) - eine Anlehnung an den ersten Film der Lumière-Brüder im Jahr 1895, der Arbeiter, aber vor allem Arbeiterinnen zeigt, die die Fabrik der Lumières verlassen.
Eröffnung am 4. November
Die Ausstellung eröffnet am Freitag, 4. November, um 19 Uhr in der frisch sanierten Mittelhalle des Museums. „Wir freuen uns, endlich den ersten Bereich des Museums wieder zugänglich machen zu können. ,Bodies of Work‘ widmet sich auf sehr ästhetische Weise den Kernfragen des Museum Arbeitswelt“, erklärt Stephan Rosinger, künstlerischer Leiter. Moderiert wird die Eröffnung von Susanne Pollinger. Die musikalische Untermalung kommt von Bernhard Breuer (Elektro Guzzi) als Black Pulse. Anmeldung erbeten: Tel. 07252 77351, anmeldung@museumarbeitswelt.at
Danach sind die Werke von 5. November 2022 bis 30. Juli 2023 jeweils von Freitag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr im Museum Arbeitswelt zu besichtigen. Eintritt: 7 / 5 Euro; im AK-Kulturmonat November: 1 Euro mit AKOÖ-Leistungskarte


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