Tagesbetreuung ist ein willkommener Tapetenwechsel
STEYR-LAND. An vier Standorten in Steyr-Land (Bad Hall, Garsten, Sierning, Ternberg) kann man beim Roten Kreuz einmal wöchentlich die eigenen vier Wände gegen gemütliche Stunden in einer Tagesbetreuung eintauschen.

Maria Brameshuber und Erika Petautschnigg aus Sierning können darüber vieles erzählen – sie arbeiten in der Tagesbetreuung mit, die in Sierning schon seit zwei Jahrzehnten besteht. „Eigentlich ist die Nachbarschaftshilfe als Vorreiter für die Tagesbetreuung zu sehen, mit dieser haben wir bereits 1993 begonnen“, erzählt Brameshuber. „Nach Besichtigung eines Tagesbetreuungszentrums in OÖ und nach vielen Stunden der Vorbereitung konnten wir 2003 unsere Tagesbetreuung im Bezirksalten- und Pflegeheim in Sierning eröffnen; seither haben wir immer donnerstags geöffnet.“
Fünf bis zwölf Gäste
Je nach Einrichtung bietet die Tagesbetreuung Platz für fünf bis zwölf Gäste. Von früh bis abends ist es hier möglich an der Gemeinschaft teilhaben zu können – gemeinsames Singen, ein gemütlicher Kaffeeplausch oder die geselligen Runden beim Kartenspiel: es ist für jeden etwas dabei. Auf die Frage, was den Mitarbeiterinnen hier am besten gefällt erzählt Erika Petautschnigg, dass sie es jede Woche auf’s Neue fasziniert, wie gut der Zusammenhalt ist. „Ob im Team unter den Kolleginnen oder unter unseren Gästen – jede und jeder von uns ist ein Teil davon und zusammen entsteht die gute Stimmung. Dann noch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen im Heim, die auch richtig gut läuft!“
Entlastung für Angehörige
Ziel ist es, Menschen mit altersbedingten Einschränkungen weiterhin eine Möglichkeit zu bieten, Teil einer Gemeinschaft zu sein und dabei Unterhaltung aber auch Förderung zu erfahren. Für pflegende Angehörige kann dies zusätzlich eine Entlastung darstellen. In allen vier Tagesbetreuungen arbeitet ein erfahrenes und geschultes Team an freiwilligen Mitarbeitern. Derzeit wird Verstärkung gesucht, spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig, eine Einschulung und Fortbildungen werden vom Roten Kreuz organisiert und zur Verfügung gestellt.
Eine gute Zeit haben
Mitzubringen sind ein freundliches Auftreten sowie Freude, mit älteren Menschen Zeit zu verbringen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Warum man sich freiwillig engagieren sollte? Das ist für Erika Petautschnigg und Maria Brameshuber leicht zu beantworten: „Zum einen ist es eine Aufgabe, die regelmäßig wiederkehrt und uns somit auch Struktur gibt; irgendwann ist es ein Teil des eigenen Alltags. Dabei bleibt man fit, man lernt Menschen kennen und vor allem: man hat gemeinsam eine gute Zeit; Spaß kommt bei uns nicht zu kurz! Und natürlich, was alle Freiwilligen verbindet – man möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben, hilfreich sein. Und wir freuen uns immer auf Zuwachs.“


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