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STEYR. Seit beinahe zehn Jahren ist der Stollen der Erinnerung eine unverzichtbare Konstante in der oberösterreichischen Gedenkstättenlandschaft.

  1 / 3   Eine inklusive Station wird von Gerald Moser (Atelier Wunderkammer) und Christian Beer (MAW) montiert. (Foto: Verein Museum Arbeitswelt)

Jährlich besuchen tausende Personen, darunter vor allem Schüler, den Lern- und Gedenkort unterhalb des Schloss Lamberg in Steyr. Damit dieser wichtige Erinnerungsort noch leichter zugänglich wird, wurde das Projekt „Inklusiv gedenken“ vom Museum Arbeitswelt ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Ausstellung im Stollen der Erinnerung sowie die dort präsentierten Inhalte noch niederschwelliger einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen. Hierbei konnte auf Erfahrungen, die in den letzten Jahren im Museum Arbeitswelt im Bereich Barrierefreiheit gesammelt wurden, zurückgegriffen werden.

Taktiler Plan, Station und Broschüre

Konkret umgesetzt wurde ein taktiler Plan im Außenbereich des Stollens, eine inklusive Station im Innenbereich sowie eine Broschüre mit Übersetzungen der wichtigsten Inhalte in Leichter Sprache. Damit werden für Personen mit Lernschwierigkeiten, Personen mit einer anderen Erstsprachen als Deutsch sowie Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen die zentralen Inhalte des zugänglich gemacht. „Wichtig war uns, dass die Elemente sich gut in die bestehende Ausstellung einfügen und dem Anspruch des 'Designing for all' einen Mehrwert für alle Besucher bieten“, sagt Martin Hagmayr, der im Museum Arbeitswelt schon seit einigen Jahren Projekte rund um das Thema Barrierefreiheit betreut. „So bietet beispielsweise der taktile Plan im Außenbereich Personen mit und ohne Sehbeeinträchtigung einen Überblick über die Inhalte bevor sie die Ausstellung besuchen.“

Kooperation mit Steyrer Organisationen

Gemeinsam mit Gruppen und Mitarbeitern vom Steyrer Integrationszentrum Paraplü und dem BFI Steyr wurden zudem auch inklusive Workshops erarbeitet, getestet und evaluiert. Diese werden bald auch regulär buchbar sein.

 

Finanziert wurde das Projekt durch Förderungen es Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport sowie vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus.


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