Logistiker sammeln Erfahrung im Ausland

Robert Hofer Tips Redaktion Robert Hofer, 17.01.2023 08:58 Uhr

STEYR/OÖ. Weil man Logistik in Deutschland meist nur berufsbegleitend studieren kann, wurde Paula Nowak auf die FH OÖ aufmerksam und übersiedelte von Leipzig nach Steyr.

Nach dem Abitur (Matura) am BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig begann Paula Nowak im Oktober 2020 in ihrer Heimat ein Studium der Verkehrswissenschaft an der Technischen Universität. „Mir wurde recht schnell bewusst, dass ich mich mehr mit Logistik im Allgemeinen und nicht nur mit Verkehr beschäftigen möchte“, erzählt die 21-Jährige. Deshalb war dort nach einem Jahr Schluss, bei der Umorientierung stieß sie auf das Studium Internationales Logistik Management (ILM) der FH Oberösterreich. „Mich hat vor allem die gute Beurteilung und das vorgeschriebene Auslandssemester angesprochen“, erzählt Nowak. Sie bewarb sich erfolgreich und übersiedelte im September 2021 nach Steyr. Ihre berufliche Zukunft sieht sie in der Logistik auf einem Flughafen.

Wechsel nach Brüssel

Nach den ersten beiden ILM-Semestern in Oberösterreich stand im Herbst 2022 das Auslandssemester an, Nowak wurde gemeinsam mit einer Freundin der FH Steyr an der EPHEC-Universität in Brüssel angenommen. „Ich wollte in Europa bleiben, habe zudem schon etwas Französisch gesprochen und durfte bei einem Praktikum einen Cargo-Flug von Leipzig nach Brüssel begleiten“, erklärt die 21-Jährige ihre Wahl für Belgien. Das Finden einer Unterkunft gestaltete sich allerdings schwierig. „Weil wir erst zwei Wochen vor Semesterbeginn die offizielle Aufnahmebestätigung erhielten und Brüssel wie jede Großstadt sehr teuer ist“, so die junge Deutsche. Die ersten zwei Wochen musste sie dann als Untermieterin gleich negative Erfahrungen machen. „Es waren unzumutbare Zustände. Glücklicherweise bin ich schnell bei einer jungen Familie aus Italien untergekommen, wo ich mich sehr wohl gefühlt habe.“

Wertvolle Erfahrung

Das Studium an der Uni in Belgien beschreibt sie als ähnlich wie in Steyr. „Es war sehr praxisorientiert, es wurde in Gruppen an Projekten gearbeitet und man besuchte die Kurse immer mit den selben Leuten. Im Vergleich zu Steyr wurde hier nicht so viel Wert auf die Förderung der Selbstständigkeit und einem geordneten Ablauf gelegt, wodurch es manchmal zu Missverständnissen und unnötig langen Wartezeiten kam“, erzählt die ILM-Studentin, die im Jänner ihr Auslandssemester beendete und bis auf Weihnachten und Silvester durchgehend in Brüssel war. „Ich habe viel Erfahrung gesammelt, musste mich um viel selber kümmern. Der Wechsel vom kleinen Steyr in die Großstadt Brüssel hat mir gezeigt, dass für mich die Vorteile der kleinen Stadt überwiegen. Ich weiß es nun sehr zu schätzen, zu Fuß zur Uni und zu meinen Freunden laufen zu können und dass der Umgang im Allgemeinen viel familiärer ist“, so Nowak.

Immer etwas los

Ein Auslandssemester in der belgischen Hauptstadt empfiehlt die 21-Jährige vor allem jenen, die von Urbanität und Abenteuerlust begeistert sind. „Natürlich hat Brüssel seinen Reiz, da es immer wieder etwas Neues zutun gibt und immer etwas los ist. Neben der Uni gibt es viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Vor allem das EU-Viertel mit dem EU-Parlament ist sehr interessant, auch das Schokoladenmuseum, die Nationalbasilika und der Königspalast waren eine Besichtigung wert.“ Außerdem punktete Brüssel mit seiner Lage. „Ich konnte nach Gent, Antwerpen, Brügge, Lille (Frankreich) und Amsterdam reisen. Für junge Menschen gibt es immer Rabatte und Sonderaktionen, sodass sich das Reisen mit dem Zug generell sehr kostengünstig und schnell gestaltet“, erzählt Paula Nowak. Generell leben viele junge Menschen in Brüssel, zum einen durch die vielen Austauschprogramme und zum anderen wegen der Vielzahl an EU-Praktikanten. „Dadurch gestaltet sich auch das Nachtleben sehr ausgelassen. Zum Beispiel findet jeden Donnerstagabend eine große Party direkt im EU-Viertel statt, wo alle Praktikanten und jungen Angestellten feiern“, so die Studentin.

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