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STEYR. Höchstens 100 km/h auf der Autobahn, 80 auf Landstraßen und 30 im Ortsgebiet; das fordert die Steyrer Klimaschutz-Initiative „Da Huat brennt“. 

  1 / 2   Wer gegen 30 km/h im Ortsgebiet aber für 80/100 km/h auf Freilandstraßen und Autobahnen ist, kann den linken Teil abtrennen. (Foto: Da Huat brennt)

Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, hat die Gruppe Aufkleber entworfen und gedruckt, die sie nun unter Gleichgesinnte bringen möchte. „Wer wie wir ein Tempolimit von 30/80/100 unterstützt, ist herzlich dazu eingeladen, bei uns einen Aufkleber anzufordern und ihn sich auf sein Fahrzeugheck, das Fahrrad oder den Kinderwagen zu kleben“, sagt Gerlinde Winter, Sozialarbeiterin und Mitglied von Da Huat brennt. „Weniger Verkehrstote, Feinstaub und Lärmbelästigung sind neben dem Klimaschutz die großen Vorteile einer Temporeduktion,“ erklärt der Arzt Dieter Wallentin, ebenfalls Mitglied der Initiative.

Erst vor Kurzem haben sich verschiedene Professoren aus dem Bereich Verkehr zur bundesweiten Initiative www.tempolimit-jetzt.at zusammengeschlossen. In einem offenen Brief fordern sie die Bundesregierung dazu auf, die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten im Ortsgebiet auf 30km/h, auf Autobahnen auf 100 km/h und auf den übrigen Freilandstraßen auf 80km/h zu senken.

Leicht umsetzbarer Klimaschutz

Tempolimits sind leicht umsetzbare und sofort wirksame Maßnahmen, um die Treibhausgasemissionen im Bereich Verkehr zu reduzieren. Alleine mit Tempo 100 auf Autobahnen, Tempo 80 auf Freilandstraßen und Tempo 30 innerorts könnten laut Berechnungen ca. zehn Prozent oder zwei Millionen Tonnen der Kfz-THG-Emissionen in Österreich pro Jahr eingespart werden. Auch zur Sicherheit im Straßenverkehr würden die Tempolimits einen wesentlichen Teil beitragen.

Die Rate an Verkehrstoten würde laut der Forschungsgesellschaft Straße-Schiene- Verkehr (FSV) um 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 zurückgehen, das wären 116 Tote und knapp 7.000 Verletzte weniger. „Mit unseren Aufklebern 30/80/100 möchten wir die Quote der Befürworter erhöhen und damit Druck auf die Politik ausüben, solche Tempolimits einzuführen,“ sagt die Schriftstellerin Ana Pawlik, die die Initiative unterstützt. „Wir möchten zeigen, dass wir nicht nur einzelne Personen sind, sondern, dass wir stetig mehr Menschen werden, die sich mehr Sicherheit und Klimaschutz im Straßenverkehr wünschen.“


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