Osterbild an der Stadtpfarrkirche gedenkt ehemaligem Bürgermeister
STEYR. Eine Gedenktafel für Wolfgang Urkauf in der Vorhalle der Stadtpfarrkirche nimmt Bezug auf die österliche Auferstehung.

Der Auferstandene, gerade dem Grab entstiegen, hält die Siegesfahne über den Tod in der Hand. Wolfgang Urkauf - er lebte im 16. Jahrhundert in Steyr - hält sich daran fest. Die drei Finger der anderen Hand Jesu symbolisieren die Dreifaltigkeit und zeigen den Gestus des Segens. „Der Glaube an den Auferstandenen gibt auch heute Hoffnung und festen Halt, im Leben und im Tod“, ist daneben zu lesen.
Kaufmann, Stadtrichter und Bürgermeister
Wolfgang Urkauf war Sohn eines reichen Bürgers im damals evangelischen Steyr, er studierte an der berühmten Universität Wittenberg (Deutschland), wo Martin Luther 1517 seine 95 Thesen angeschlagen hatte. Urkauf betrieb ein Bergwerk, handelte mit Sicheln und Nägeln, war Gastwirt, über mehrere Jahre Stadtrichter sowie von 1584 bis 1586 auch Bürgermeister von Steyr. Der neue Friedhof am Tabor wurde in seiner Amtszeit 1584 eröffnet.
Urkauf wohnte mit seiner Familie am Stadtplatz 30. Mit seiner Frau Margarethe hatte er neun Söhne und sechs Töchter, die im unteren Teil des Grabdenkmals dargestellt sind. Viele seiner Kinder ereilte ein tragisches Schicksal - sie starben noch im Kindesalter, im Krieg oder durch Ermordung. Wolfgang Urkauf starb 1588, seine Frau Margarethe 1628.


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