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REGION STEYR-KIRCHDORF. Seit 25 Jahren ziehen Luchse im Nationalpark Kalkalpen und Umgebung ihre Fährten. Von einer langfristig erfolgreichen Rückkehr ist man hierzulande jedoch weit entfernt. Am 27. Juni laden der Nationalpark und das Partnerkonsortium im LE-Projekt „Aktionsplan Luchs Österreich“ alle Interessierten zur Infoveranstaltung ein.

 (Foto: Josef Limberger)
(Foto: Josef Limberger)

Luchse sind nach wie vor selten und die wenigen Vorkommen als gefährdet eingestuft. Anlässlich des Tag des Luchses am 11. Juni machen der Naturschutzbund Österreich und die Bundesforste (ÖBf) daher erneut auf die angespannte Situation der Luchse in Österreich aufmerksam.

Stets auf leisen Pfoten unterwegs, lässt sich der Luchs in freier Wildbahn nur selten beobachten. Mit Augen, sechsmal lichtempfindlicher als unsere, nimmt er jede noch so kleine Bewegung wahr, die typischen Pinselohren registrieren minimalste Schallwellen.

Das charismatische Wildtier galt für lange Zeit in Mitteleuropa als ausgestorben. Dank steter Bemühungen ist der Luchs seit einiger Zeit in manchen Regionen Österreichs wieder heimisch. „Entscheidend waren dafür die Wiederansiedlungsprojekte in unseren Nachbarländern und das Bestandsstützungsprojekt in den Kalkalpen. Allerdings ist für das langfristige Überleben der kleinen Populationen der genetische Austausch untereinander enorm wichtig. Hier spielt Österreich aufgrund seiner Lage eine zentrale Rolle“, sagt Artenschutzkoordinator Lucas Ende vom Naturschutzbund Österreich.

Nach wie vor gefährdet

Die größte Gefahr für die seltenen Katzen geht nach wie vor vom Menschen aus – etwa durch illegale Verfolgung und die zunehmende Zerschneidung des Lebensraums durch Straßen, Bahnlinien sowie unkontrollierten Siedlungs- und Gewerbebau. „Miteinander vernetzte und vitale Luchspopulationen bereichern das Ökosystem Wald und sind ein Gewinn für die heimische Artenvielfalt. Die langjährige Kooperation des Naturschutzbundes mit den Bundesforsten versteht sich als treibende Kraft für das langfristige Überleben dieser Wildkatzenart“, so Christina Laßnig-Wlad, Leiterin des Naturraumanagements der Bundesforste.

Info-Veranstaltung

Am Dienstag, 27. Juni, laden der Nationalpark Kalkalpen und das Partnerkonsortium im LE-Projekt „Aktionsplan Luchs Österreich“ unter dem Titel „Der Luchs in unserer Region“ ins Besucherzentrum Ennstal in Reichraming ein. Hier erfahren Interessierte mehr über die Rückkehr der Luchse in den Nationalpark Kalkalpen. Luchsexperten präsentieren ihre Erkenntnisse und stehen für Fragen zur Verfügung. Zur Anmeldung: Naturschutzbund


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