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STEYR. Anlässlich des Votings für „9 Plätze - 9 Schätze“ am Nationalfeiertag macht sich Magdalena Hampl in ihrem Leserbrief Gedanken über die Entwicklung der Stadt Steyr.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Derzeit ist man besonders stolz auf Steyr. Man ist stolz auf idyllische Innenhöfe, kunstvolle Fassaden, die romantische Promenade und stille Plätze in der Natur. Ja, Steyr hat eine schöne Altstadt und vielleicht ist es auch deshalb ein bisschen altmodisch.

Während andere Städte aus Fehlern lernen, hat Steyr geglaubt, es brauche noch ein Einkaufszentrum. Dass sich dadurch viele Geschäfte in der schönen Altstadt leerten, löste tatsächlich bei manchen Verwunderung aus. Stolz scheint man heute aber weniger auf das Einkaufszentrum zu sein als auf die liebevoll gestalteten Läden am Stadtplatz.

Während andere Städte aus Fehlern lernen und keine neuen Siedlungsgebiete in der Peripherie mehr erschließen, denen es an Infrastruktur mangelt und die zusätzlichen Straßenbau fordern sowie eine  Zunahme des Verkehrs fördern, wird in Steyr weiterhin umgewidmet. Stolz scheint man momentan aber besonders auf die unberührten Plätze in der Natur zu sein.

Während andere Städte aus Fehlern lernen, Straßen rückbauen und nachhaltige Mobilität massiv fördern, werden in Steyr weiterhin große, breite Straßen geplant und gebaut. Man ist nicht müde, Steyr als Autostadt zu bezeichnen und für den fahrenden und ruhenden Verkehr große Flächen zur Verfügung zu stellen, während man mit jenen, die öffentlich, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, nicht so großzügig ist. Stolz scheint man derzeit aber doch auf die vorhandenen Geh- und Radwege zu sein, auf denen sich die Menschen in der schönen Herbststimmung fortbewegen. 

Warum zeigt man im Fernsehen und in den sozialen Medien nicht das globige Einkaufszentrum, die grauen Straßen, die großen zugeparkten Oberflächen der Autostadt? Sind sie etwa kein schöner Anblick? Vermitteln sie kein Gefühl von hoher Lebensqualität? Ahnt man vielleicht doch, dass das alles nicht mehr dem Zeitgeist entspricht? Vielleicht weiß man es sogar, aber man geht lieber nicht so schnell mit der Zeit. Steyr ist halt altmodisch.

von Magdalena Hampl, Steyr


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Johann P.
Johann P.
10.11.2023 09:51

Steyr ist halt altmodisch

Frau Hampl ich kann Ihnen voll und ganz zustimmen. Es wird ein Kleinod nach dem anderen verplant und vernichtet. Wer weiß was sie aus dem Schlosspark machen werden? Die Promenade wird wieder ein Dingl-Dangl-Markt im Advent. Vor geraumer Zeit liefen noch Ponies stundenlang im Kreis. Hoffe, dass haben sie abgeschafft. Am Stadtplatz wird es wieder 2 oder 3 "Schmiede" geben, die sich fadisieren, weil niemand ihre trivialen Erzeugnisse mit überhöhten Preisen nicht kaufen will! Es gebe noch viele Themen! Ing. Dipl.-Päd. Hanns Pfeiffer, MEd, BEd 0676 7786729

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Hermann P.
Hermann P.
25.10.2023 14:38

Steyr ist halt altmodisch

Den Nagel auf den Kopf getroffen! Sehr gut! Natürlich dürfen wir uns vermarkten für den Tourismus, aber den Bedürfnissen Steyrer Bewohner sollten wir den Vorzug geben. Immer mehr nutzen das Rad, aus Klimagründen oder auch weil gesünder, oft schneller oder einfach bewährt. Ein Umdenken kommt hier von unten, der Bevölkerung, die Entscheidungsträger bleiben anscheinend beim Bewährten, jetzt nicht mehr sinnvollem Konzept des Autovorranges. Fussgängern und Radfahrern soll und muss unsere Stadt "gehören". Angstfreies Fahren mit dem Rad muss in und außerhalb der Stadt Priorität eingeräumt und umgesetzt werden.

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Hermann P.
Hermann P.
25.10.2023 14:38

Steyr ist halt altmodisch

Den Nagel auf den Kopf getroffen! Sehr gut! Natürlich dürfen wir uns vermarkten für den Tourismus, aber den Bedürfnissen Steyrer Bewohner sollten wir den Vorzug geben. Immer mehr nutzen das Rad, aus Klimagründen oder auch weil gesünder, oft schneller oder einfach bewährt. Ein Umdenken kommt hier von unten, der Bevölkerung, die Entscheidungsträger bleiben anscheinend beim Bewährten, jetzt nicht mehr sinnvollem Konzept des Autovorranges. Fussgängern und Radfahrern soll und muss unsere Stadt "gehören". Angstfreies Fahren mit dem Rad muss in und außerhalb der Stadt Priorität eingeräumt und umgesetzt werden.