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STEYR. Irene Mitter widmet sich in ihrem Leserbrief der Umbenennung des Steges zwischen den Stadtteilen Gleink und Münichholz.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Dem Wirken und den Verdiensten von Herbert Walzl bringe ich nach wie vor große Wertschätzung entgegen. Wir Steyrer - und auch dessen Familie -  dürfen zu Recht stolz darauf sein, einen Kulturschaffenden wie ihn gehabt zu haben.

Meine Verwunderung und mein Unmut gelten der Stadtpolitik, in welcher Form man dieser verdienten Anerkennung Ausdruck verlieh. Es zeugt nicht unbedingt von G`spür und großem Geschichts- und Demokratieverständnis, gerade in Münichholz solche Aktionen zu setzen. In Münichholz hat die Widerständigkeit Tradition und so darf sich niemand im Stadtsenat wundern, wenn sie sich regt!

Vor allem auch wegen der Art und Weise, wie man vorgegangen ist. Ich lese in der Zeitung, man habe „einen Schlussstrich unter die Diskussion“ gesetzt und die Umbenennung genehmigt. So wenig Einfühlungsvermögen gegenüber dem traditionellen Hintergrund eines bedeutenden Teils ihrer Wählerschaft hätte ich den Sozialdemokraten im Rathaus wahrlich nicht zugetraut. Zu spät! 

Fazit: Ein paar Leute haben die Umbenennung beschlossen. Ein paar tausend Münichholzer werden sie nicht umsetzen, und der „Saundmoarsteg“ wird der „Saundmoarsteg“ bleiben. So schauen Erfolgserlebnisse von Politikern wohl manchmal aus.

von Irene Mitter, Steyr-Münichholz

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