Museum Arbeitswelt widmet sich den Aufsässigen
STEYR. Streik, Protest und Eigensinn auch in der Steyrer Geschichte bekommen ab Februar im Wehrgraben ihren Platz.

Die neue Schau „Aufsässiges Land“ im Museum Arbeitswelt (MAW) kommt aus dem Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich, erinnert aber etwa auch an die Februarkämpfe 1934 in Steyr. Das MAW hat die Stationen um das entsprechende Kapitel „Aufstand gegen Diktatur“ erweitert.
Manchmal laut, manchmal leise
„Geschichten über Rebellion und Widerstand verdeutlichen, wie stark der ländliche Raum die politische und soziale Entwicklung in Österreich geprägt hat“, erklärt Leiter Stephan Rosinger, was die Besucher im MAW erwartet. Manchmal sei der Protest laut und heftig gewesen – wie 1886 der Aufstand der Tabakarbeiterinnen in Stein oder 1984 die Protestcamps in Hainburg, oftmals aber auch leise und individuell. Rosinger: „Anhand von 14 Beispielen zeigen wir, wie vielschichtig Protest und Widerstand sein können.“ Auch in die Gegenwart werde ein Blick geworfen.
Faire Arbeit, Umweltschutz
„Aufsässiges Land“ möchte die österreichische Gesellschaft und ihre Kämpfe für faire Arbeitsbedingungen, gute Bezahlung und Umweltschutz widerspiegeln. Herausragend illustriert hat die Ausstellung der Künstler Lenz Mosbacher, womit auch junge Menschen angesprochen würden.
Eröffnung am 9. Februar
Die Ausstellung läuft von 10. Februar bis 29. Dezember. Zur Eröffnungsfeier am Freitag, 9. Februar, um 19 Uhr haben sich Reinhold Binder (Vorsitzender PRO-GE Österreich) und Klimaaktivistin Smilla Buschbom angekündigt. Musik kommt von Paul Plut.
Anmeldung: anmeldung@museumarbeitswelt.at, Tel. 07252 773510
Öffnungszeiten ab 10. Februar:
Mi.–Fr.: 9–17 Uhr, Sa./So./Feiertage: 10–17 Uhr
Führungen/Workshops auf Anfrage auch Mo. und Di.


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