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ADLWANG. Im Wallfahrtsort Adlwang wurden vor 50 Jahren große Pläne für die Tourismus-Entwicklung gewälzt.

  1 / 3   Vor 50 Jahren träumte die Adlwanger Gemeindevertretung auf dieser freien Fläche von einem Freizeitzentrum mit Badesee. (Foto: Gerhard Hütmeyer)

Die Nähe des Kurortes Bad Hall, die erstklassige Lage inmitten eines grünen Hügellandes und die gute Verkehrsverbindung auf einer leistungsfähigen Landesstraße sollten diese Entwicklung begünstigen.

Die Gemeinde Adlwang plante die Errichtung eines Freizeitzentrums mit Badesee, Sportanlagen, Seebühne sowie Reit- und Wanderwegen an der Ortsausfahrt Richtung Nußbach. Laut Steyrer Zeitung vom 26. Juli 1973 hatte die Gemeindevertretung nach der damaligen Ortsplatzgestaltung und dem Bau eines Hallenbades dieses neue Ziel im Visier und mit dem Baubeginn sei voraussichtlich im nächsten Jahr, also 1974, zu rechnen gewesen.

Lage am Sulzbach

Das Freizeitzentrum hätte eine Gesamtfläche von 45.000 Quadratmeter aufgewiesen und wäre am Sulzbach entstanden, der zu einem 150 mal 80 Meter großen See aufgestaut worden wäre. Anstelle eines verfallenen Wehres wäre ein Schüttdamm geplant gewesen. Der so entstandene Naturbadesee wäre an einer Seite direkt an den Wald gegrenzt.

Mit den Wasserbauten wäre die Kremsbauleitung, die auch die Regulierung des Sulzbaches durchführt, beauftragt worden. Am Ufer des Sees wären weitläufige Liegewiesen, ein großer Parkplatz, ein Fußballfeld, ein Minigolfplatz, sanitäre Anlagen, Wander- und Reitwege entstanden. Ein Reitweg vom Badesee zum „Forsterwirt“, eine Seebühne zur Aufführung von Theaterstücken und zur Veranstaltung von Seefesten, waren weitere Pläne für dieses Freizeitzentrum mit Badesee.

Träume zerplatzt

Der damalige Bürgermeister Rudolf Garstenauer war damals bereits in Verhandlungen mit Beamten der oberösterreichischen Landesregierung wegen Planung und Finanzierung der Anlage und er sprach von der überregionalen Bedeutung des Projektes. Die Anlage sei aber nicht nur wegen des enormen Freizeitwertes bedeutungsvoll, der Staudamm schütze auch die am Unterlauf des Sulzbaches gelegenen Siedlungen vor dem Hochwasser.

Im nachfolgenden halben Jahrhundert sind diese Träume zerplatzt, die rund 45.000 Quadratmeter große Fläche in Adlwang wurde bis dato nicht verbaut.


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