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STEYR. Im Sitzungssaal des Gemeinderates hängen Bilder der ehemaligen Steyrer Bürgermeister. Über jenes von Hans Ransmayr wird diskutiert.

Hans Ransmayr war von 1938 bis 1945 Steyrer Bürgermeister; er starb im Jahr 1949. (Foto: Freisais)
Hans Ransmayr war von 1938 bis 1945 Steyrer Bürgermeister; er starb im Jahr 1949. (Foto: Freisais)

„Hans Ransmayr war ein hochrangiger nationalsozialistischer Amtsträger. Er war Stütze des NS-Systems. Dass er sich mit einem Ehrenporträt nahtlos in die Galerie der Stadtoberhäupter reiht und das mitten im Gemeinderatssaal, ist inakzeptabel. Es braucht eine kritische Deklaration bei seinem Porträt“, forderte Neos-Gemeinderat Pit Freisais in einer Anfrage an Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ).

Drei Optionen

Für den aktuellen Stadtchef gibt es drei Möglichkeiten. Dass das Bild wie bisher unkommentiert hängen bleibt, sei für ihn ebenso nicht sinnvoll wie das Porträt komplett zu entfernen. „Wir müssen uns mit dem Thema auseinandersetzen und es abschließen. Es ist Teil unserer Geschichte“, sagt Vogl. Er schlägt deshalb vor, dass man das Bild wie von Freisais vorgeschlagen mit einer entsprechenden Erklärung ergänzt. Das könne etwa mit einer Glasplatte über dem Porträt von Ransmayr geschehen. Was man letztlich machen wird, soll im zuständigen Ausschuss diskutiert werden. Auch dem Thema Straßennamen will man sich künftig wieder widmen. Noch immer sind in Steyr Straßen nach Personen benannt, die eine kritische Rolle in der Vergangenheit innehatten. Etwa die Ferdinand-Porsche-Straße am Tabor.


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