Leserbrief: "Des Kaisers neue Kleider in Steyr"
STEYR. Tips-Leserin Sabina Kieniger aus Steyr wundert sich über eine Aussage von Umweltschutz-Stadträtin Katrin Auer (SP) in einem OÖN-Interview, wonach der Bau einer Wohnsiedlung, der Nachhaltigkeit berücksichtigt, nicht unter Versiegelung falle.

„Die Aussage von Stadträtin Katrin Auer zur Gartenbauernsiedlung ist wie eine Neuauflage von 'Des Kaisers neue Kleider'. Eine Siedlung mit viel Beton auf eine grüne Wiese zu bauen und zu sagen, dass das nicht Versiegelung ist, ist genau so paradox wie der Inhalt dieses Märchens, in dem die Leute glauben sollen, was man ihnen sagt, auch wenn es offensichtlich nicht stimmt. Ich zitiere die offizielle Webseite des deutschen Umweltbundesamts: 'Versiegelt, das heißt bebaut, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt.'
Auch der Fraktionsbeschluss der SPÖ für die Westspange kommt einem Märchen gleich, in dem der Superhero Auto und die Superkräfte Individualverkehr und Verbrennermotor ihren modrigen Zauber ausüben: Hinter dem 'Zauber' aber steht der Albtraum: Feinstaubbelastung, Lärm, Artensterben, Hochwasser als Folge von Versiegelung, Wegfallen der Lebensmittelsicherheit usw.
Was muss noch alles an Katastrophen passieren, damit unsere Politiker:innen endlich aus ihren Träumen aufwachen und ihrer Verantwortung gerecht werden?“
von Sabina Kieninger aus Steyr


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28.11.2024 08:30
Westspange
Diese geplante breite Straße wird den Steyrer Bürgern noch immer als für Steyr notwendigst verkauft. Alle Vorteile werden aufgezählt. Von den Nachteilen sprechen die Politiker nicht. Fruchtbarer Boden wird versiegelt, Abgase und Feinstaub werden durch den Westwind in die Stadt geblasen, Hochwasser von oben könnte bei Starkregen entstehen und BMD sowie die Häuser in der Gründberg- und der Wassersiedlung überschwemmen, .... Wenn das als Ankurbelung für unsere Wirtschaft gesehen wird, dann Brennt da Huat bei so viel Naivität. Christine Derntl