Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Die kriselnde Automobil-Wirtschaft trifft Steyr besonders stark. Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ) lud zum Standortgipfel mit Industrie, AMS und Sozialpartnern ein, um Lösungsansätze zu entwickeln.

In Steyr fand am Dienstag ein Industriegipfel statt. (Foto: Tips)
In Steyr fand am Dienstag ein Industriegipfel statt. (Foto: Tips)

Steyr ist einer der wichtigsten Industriestandorte Österreichs und steht wegen des Strukturwandels in der Wirtschaft vor großen Herausforderungen. Während in manchen Betrieben Rekordbeschäftigung herrscht, gingen in anderen in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze verloren.

Bürgermeister Markus Vogl lud deshalb am Dienstag Sozialpartner, AMS und Vertreter der Steyrer Industrie zu einem Standortgipfel ins Technologiezentrum nach Gleink ein, bei dem Lösungsansätze besprochen wurden. „Wir wollen unsere Industrie stärken und ein attraktives Umfeld für Start-Ups schaffen“, sagt Vogl. „Dazu brauchen wir Förderung von Forschung und Entwicklung, Investitions- und Innovationsförderung sowie Anschluss an bestehende und neue Forschungseinrichtungen. Eine neue Regierung muss außerdem die Inflationsspirale endlich in den Griff bekommen.“

Kostendruck auf Betriebe mildern

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie abzusichern, brauche es dringend Maßnahmen, um die Kosten – etwa bei der Energie – zu dämpfen und die Inflation in den Griff zu bekommen. „Was wir von einer neuen Bundesregierung außerdem dringend brauchen, ist die Absicherung der Förderung von Forschung und Entwicklung,“ so der Bürgermeister. Gerade die Symbiose von Forschung und Produktion an einem Standort sei ein zentraler Wettbewerbsvorteil von Steyr. Deshalb könne auch die neue Digitaluni IT:U ein wichtiger Partner für Steyr werden.

Trotz der aktuell schwierigen Lage sieht Vogl die Stadt für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet: „Der Weg, den wir vor 30 Jahren begonnen haben, um die Steyrer Wirtschaft breiter aufzustellen und etwa auch als IT-Standort zu positionieren, hilft uns in Zeiten des Strukturwandels ungemein. Wir haben viele Instrumente geschaffen, die jetzt greifen.“

Dennoch bedeute der Strukturwandel in der Industrie, dass Menschen ihre Arbeit verloren haben. „Wir sind froh, dass wir eine stabile, lebendige KMU-Szene in der Region haben, die gute Leute braucht, und mit dem AMS einen Partner, der Menschen die Chance gibt, sich neu oder weiterzuqualifizieren“, erklärt der Stadtchef.

Ehemaliges Gefängnis als Ort der Kreativität

Aktuell arbeitet die Stadt an einem Angebot für Start-Ups. Das ehemalige Gefängnis in der Berggasse kann zu einem Ort der Kreativität, der Innovation und des Neustarts werden. „Das Umfeld in Steyr mit starker Industrie und etablierten Forschungseinrichtungen ist der ideale Nährboden für Neues“, betont Vogl.

Steyr will Industriestandort bleiben, dazu brauche es auch eine funktionierende Investitionsförderung. „Bei der Regionalentwicklung muss der Fokus wieder stärker auf die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes und der Stärkung der Industrie gelenkt werden“, sagt Vogl. Wichtig für Steyr seien Investitionen in die Infrastruktur. „Wir brauchen etwa eine wesentlich leistungsfähigere Anbindung an den Großraum Linz.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden