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WALDNEUKIRCHEN. Die Familie Saman aus Waldneukirchen ist verzweifelt. Ihr mittlerweile fast zweijähriger Sohn Amir wurde mit einer seltenen und sehr schweren Augenerkrankung geboren.

Melanie und Zia Saman mit ihrem Amir (Foto: privat)
  1 / 12   Melanie und Zia Saman mit ihrem Amir (Foto: privat)

„Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Amir eines Tages besser sehen kann“, erzählt seine Mutter Melanie. Die 40-Jährige und ihr Mann Zia haben mit ihrem Nachzügler – Amir hat zwei Schwestern im Alter von 13 und 17 Jahren – einen Ärztemarathon hinter sich. „Bereits im ersten Lebensjahr musste er siebenmal operiert werden, leider ohne bleibenden Erfolg. Mittlerweile ist Amir erblindet und wir sind als Familie sehr verzweifelt“, sagt Melanie Saman.

Schock nach Geburt

Kurz nach der Geburt entdeckte eine Kinderärztin einen weißen Schimmer bei Amirs Pupillen. „Damit hat für uns eine Untersuchungswelle begonnen. Für mich war das purer Stress, weil sie seine Augen immer mit Metallklammern geöffnet haben“, so die Mutter.

Die Diagnose PHPV war für die Familie aus Waldneukirchen ein großer Schock. Dabei handelt es sich um eine Glaskörper-Vernarbung. Dickes Gewebe zwischen Pupille und Netzhaut nimmt Amir die Sicht. Beide Augen beim Buben aus dem Steyrtal sind betroffen.

Ärzte an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie am Kepler Universitätsklinikum in Linz erklärten der Familie, dass sich solche Vernarbungen in der Regel im Mutterleib zurückbilden, dies sei bei Amir aber nicht passiert.

Hohe finanzielle Last

Weil es in Österreich für diese Fälle kaum Spezialisten gibt und bei Babys keine Vollnarkose gemacht wird, entschieden sich die Samans für eine Spezialklinik in Antwerpen. Dort wurde Amir im Alter von sechs Wochen erstmals operiert, weitere Eingriffe folgten.

„Am UZA werden jährlich 100 solcher Fälle operiert“, erklärt Melanie Saman die Entscheidung für die Behandlungen in Belgien. „Man hat dort versucht, stückweise Gewebe zu entfernen.“

Die finanzielle Belastung für die Waldneukirchner ist extrem hoch, die Operationen in Antwerpen verschlangen inklusive Reisekosten einen fünfstelligen Betrag. „Damit waren unser ganzen Ersparnisse aufgebraucht“, sagt die Mutter.

Hoffnung nicht aufgeben

Ein dauerhafte Erfolg stellte sich bei Amir trotzt der vielen OPs nicht ein, seine Familie gibt die Hoffnung aber nicht auf. „Es würde ihm schon helfen, wenn er Umrisse erkennen kann, für eine bessere Orientierung“, sagt Melanie Saman.

Jetzt hat man einen Glaskörper-Chirurg in London gefunden, ihm alle Befunde geschickt und dort für den 1. Juli einen Operationstermin vereinbart. „Der Spezialist ist sehr erfolgreich in diesem Bereich und hat uns gesagt, dass er auch bei Amir gute Chancen sieht, ihm zu helfen“, so die Mutter.

Allerdings kostet der Eingriff rund 20.000 Euro, dazu kommen die Kosten für Flug und Unterkunft. Deshalb bittet die Familie um finanzielle Unterstützung aus der Tips-Leserschaft.

Wer Amir und seine Familie unterstützten will, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen:

Familie Saman

IBAN: AT65 1200 0100 2201 9797


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