Radlobby Bad Hall rollte einen roten Teppich aus
BAD HALL. Mit der Aktion „roter Teppich“ machte die Radlobby Bad Hall auf Verkehrsprobleme für Radfahrer aufmerksam.

Die Forderung der Aktion richtet sich an die Bundespolitik: eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, damit Gehwege entlang stark befahrener Straßen auch für den Radverkehr freigegeben werden, natürlich mit Rücksicht auf die Fußgänger.
Auf den Bildern ist die Voralpen-Bundesstraße (B 122) im Ortsgebiet von Bad Hall zu sehen. Auf dieser Straße verkehren täglich rund 14.000 Fahrzeuge, darunter ein hoher Anteil an Lkw.
Nach Ansicht der Radlobby würde die Mitbenützung des Gehsteigs den Radfahrenden – insbesondere Kindern – deutlich mehr Sicherheit bieten. Natürlich unter der Prämisse, dass der Fußverkehr nicht gefährdet werden darf. Die Elternvereine der Volksschule und Mittelschule Bad Hall unterstützen die Schaffung von sicheren Schulwegen für Fußgänger und Radfahrer.
Kaum Kosten
Bürgermeister Bernhard Ruf (ÖVP) setzt sich ebenfalls für eine gesetzliche Anpassung ein. „Neue gesetzliche Richtlinien für die Verordnung kombinierter Geh- und Radwege sind erforderlich, damit Radfahrer, nach deutschem Vorbild, sicher Gehwege mitbenützen dürfen. Die derzeitigen Regelungen verlangen Gehsteigbreiten, die in vielen Fällen unrealistisch und vor Ort nicht umsetzbar sind, außerdem entstehen durch diese sinnvolle Gesetzes-Novell nahezu keine Kosten“, so Ruf.
Die Radlobby Bad Hall kündigt an, sich weiterhin für eine sichere Nutzung des Fahrrads im Alltag einzusetzen. Bereits umgesetzt wurden erste Verbesserungen, etwa die Verbreiterung des ehemaligen Gehsteigs in der Schulstraße im Bereich der Volksschule. Auf Initiative der Radlobby dürfen dort Fußgänger und Radfahrer den neuen Weg gemeinsam nutzen.


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