Warum es beim neuen Steyrer Busfahrplan nicht nur Gewinner gibt
STEYR. Mit Schulbeginn haben die Steyrer Stadtbetriebe (SBS) das öffentliche Busliniennetz deutlich erweitert.

Stolz ist man bei den SBS auf die Anbindung der Gemeinden Dietach und St. Ulrich. „Die neue Buslinie ist ein Meilenstein für unsere Gemeinde und bietet eine verlässliche, umweltfreundliche Alternative zum Auto“, sagt St. Ulrichs Bürgermeisterin Annemarie Wolfsjäger (ÖVP).
Ihr Amts- und Parteikollege aus Dietach, Martin Ziegler, bezeichnet das gemeinsame Projekt ebenso als Meilenstein für den öffentlichen Verkehr in seiner Gemeinde. „Nach mehr als zehn Jahren gibt es damit auch wieder eine direkte Verbindung zwischen den Ortsteilen Dietach und Dietachdorf. Besonders für ältere Menschen bedeutet das ein großes Stück mehr Mobilität und Selbstständigkeit.“
Kritik aus der Feldstraße
Georg Stimeder, Leiter des SBS-Verkehrsbetriebes, spricht von vielen positiven Rückmeldungen zum neuen Fahrplan. Vereinzelt habe es auch Kritik gegeben. Wie etwa aus der Feldstraße.
„Die Hinfahrt zur Schule ist zwar noch möglich, allerdings teilweise so früh, dass die Kinder vor 7.30 Uhr bei der Schule ankommen, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Betreuung gewährleistet ist“, ärgert sich ein Familienvater. Für den Nachhauseweg von der Schule gebe es laut Anrainern der Feldstraße für einige Kinder gar keine passende Verbindung mehr.
Keine Kürzung
„Bei einer stündlich verkehrenden Buslinie können leider nicht alle Wünsche und Bedürfnisse aller Steyrer Schulen abgedeckt werden“, erklärt Stimeder. Bei der durch die Feldstraße verkehrenden Linie 5 sei aber nicht gekürzt worden. „Aktuell wurden die Abfahrtszeiten ausschließlich an jene Zeiten angepasst, die über 20 Jahre lang bis Ende 2024 existierten. Für viele Steyrer ist diese Linienführung nun wieder verständlicher“, so Stimeder.
Er verweist auch auf die Möglichkeit, dass man statt der Linie 5 und der Haltestelle Glinsner (Feldstraße) auch die Linie 4 bei den Knoglergründen nützen könne. Diese wäre über den neu errichteten und beleuchteten Spazierweg in nur 390 Metern erreichbar und entspreche einer Gehzeit von weniger als fünf Minuten.








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