Ein neues Veranstaltungsplatzl für Garsten
GARSTEN. Aktuell nimmt das Kriegerdenkmal am Platzl viel Raum ein. Die Umsiedelung auf den Friedhof bringt die Chance zur Neugestaltung. Ein Budget von 300.000 Euro hat die Marktgemeinde Garsten mit Förderung des Landes dafür vorgesehen. Der ursprünglich für Herbst geplante Baustart ist fraglich, Kritiker befürchten eine großflächige Versiegelung mit wenig Schatten.

Eine neue Fläche für Veranstaltungen, Sitzgelegenheiten und viel Grün: Diese Wünsche ergab ein Bürgerbeteiligungsprozess für die Umgestaltung des Platzls im Garstner Zentrum. Für Rätselraten sorgte ein veröffentlichter Plan vor Ort. Auf dem verpixelten Transparent war nicht zu erkennen, was tatsächlich geplant ist, außerdem waren kaum Grünflächen eingeplant.
Zudem sorgte ein Artikel in den OÖ Nachrichten für Diskussionsstoff („Viel Beton, aber wenig Grün“). Licht ins Dunkel brachte letzte Woche eine Präsentation von Architekt Helmut Poppe im Gemeinderat. In der dort gezeigten Visualisierung ist jede Menge Grün zu sehen. „Unsere Kritik hat offenbar Wirkung gezeigt. Am Papier sieht es jetzt gut aus“, sagt Platzl-Wirt Lorenzo Hamdan. Er hofft jetzt, dass die Neugestaltung tatsächlich so umgesetzt wird. Fix ist, dass der Gastgarten des „Wirt am Platzl“ künftig weniger Sitzplätze haben wird.
Politische Einigkeit
Bürgermeisterin Katrin Krenn (ÖVP) zeigte sich gegenüber Tips wortkarg, man werde das Projekt in der nächsten Gemeindezeitung im Detail vorstellen. Die ÖVP hat im Gemeinderat mit 19 Mandaten eine absolute Mehrheit. SPÖ (5 Mandate), Grüne (4) und FPÖ (3) tragen das Projekt mit.
„Hätte es den neuen, transparenten Plan schon früher gegeben, hätten wir uns viele Diskussionen und Ärger erspart“, sagt SPÖ-Parteiobmann Peter Hrubant. Der Grüne Gemeindevorstand Michael Zachl freut sich, dass das Areal umgestaltet wird. „Beim jetzt präsentierten Plan sind eine etwas größere Grünfläche und fünf mobile Bäume vorgesehen. Der Vorteil mobiler Bäume bei Veranstaltungen ist verständlich. Aber sie werden aufgrund ihrer beschränkten Größe nie einen im Erdreich wachsenden Baum als Schattenspender ersetzen können.“
Bei der FPÖ ist man mit dem mehrstufigen Planungsprozess zufrieden. „Gerade die Überarbeitung der ursprünglichen Variante zeigt, dass Rückmeldungen in den weiteren Planungsprozess eingeflossen sind“, heißt es in einer Stellungnahme der blauen Gemeinderatsfraktion.
Ausschreibung läuft
Erst nach der Ausschreibung für das Projekt wird sich zeigen, ob die dafür kalkulierten 300.000 Euro für die gesamte Neugestaltung ausreichen werden.








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