Zwei Freunde beim Zivildienst in Weyer
GAFLENZ/WEYER. Elias Moser und Gabriel Kaltenbrunner aus Gaflenz absolvieren derzeit ihren Zivildienst an der Rotkreuz-Ortsstelle in Weyer. Sie sind beide nicht nur Rettungssanitäter, sondern sie verbindet auch eine langjährige Freundschaft.

„Wir kannten uns schon, da konnten wir noch nicht einmal reden“, beschreibt Elias mit einem Schmunzeln die gute und lange Verbindung zueinander. Was mit Krabbelstube, Kindergarten und der weiteren gemeinsamen Schullaufbahn begann, setzt sich nun im Zivildienst fort.
Bereits der Rettungssanitäterkurs wurde im Vorfeld gemeinsam absolviert. Damit konnten die beiden zum Start des Zivildienstes direkt in den Fahrdienst einsteigen und profitierten vom ersten Tag an von ihrer zuvor gesammelten Routine.
Klare Entscheidung
Nicht nur Gabriel hat sich nach der höheren Schule an einer HTL für den Rettungsdienst als Wehrersatzdienst entschieden, sondern auch Elias hat der Weg nach einer landschaftlichen Fachschule und der anschließenden Lehre als Baumaschinenmechaniker zum Roten Kreuz geführt. „Wir wollten beide etwas sinnvolles nach unserer Ausbildung machen“, begründet Gabriel die gemeinsame Entscheidung zum 9-monatigen Zivildienst.
Neben der Tätigkeit mit Sinn, genießen es die beiden außerdem, dass die Freizeit trotzdem zuhause verbracht werden kann und damit das Engagement bei anderen Vereinen im Heimatort oder die Mithilfe im elterlichen Betrieb nicht zu kurz kommt.
Gute Gemeinschaft
Generell schätzen sie die Gemeinschaft beim Roten Kreuz. „Man lernt viele neue Leute kennen und durch eine ähnliche Werthaltung untereinander ist es schon besonders, dass eigentlich jeder mit jedem gut kann“, beschreibt Elias die gute Stimmung an der Ortsstelle.
Diese ist wichtig, denn es gilt gemeinsam als Team Patienten nach Notfällen oder bei geplanten Krankentransporten zu versorgen und zu betreuen. „Die dabei angeeignete Expertise bleibt ein Leben lang und kann auch nach dem Zivildienst im privaten Umfeld Leben retten, sollte rasch jemand Hilfe benötigen“, unterstreicht Bezirkslehrsanitäter Jakob Kößl den hohen gesellschaftlichen Wert des Zivildienstes.
Wichtige Säule
„Auch für das Rote Kreuz ist der Zivildienst eine wichtige Säule, bleiben doch viele junge Männer danach als freiwillige Mitarbeiter ein wertvoller Teil unserer Teams“, hebt Bezirksrettungskommandant Stephan Schönberger die Bedeutung des Zivildienstes zur Mitarbeitergewinnung hervor.
Zugleich spricht er eine Einladung an alle Interessenten aus, sich aktiv für einen Platz in der Region zu bewerben: „Mit unseren vier Ortsstelle sind wir flächendeckend im Bezirk vertreten und bieten jedenfalls wohnortnahe Plätze. Für das Jahr 2027 haben wir noch Restplätze verfügbar.“








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