Riegler und Huber sind Regionalsprecher in der Pyhrn-Eisenwurzen
REGION STEYR-KIRCHDORF. Karin Riegler und Herbert Huber sind die neu gewählten Regionalsprecher bei der Lebenshilfe. Sie vertreten damit mehr als 300 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in den Bezirken Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf.

„Menschen mit Beeinträchtigung sollen nicht nur von Entscheidungen betroffen sein, sondern diese Entscheidungen auch mitgestalten können. Ihre Perspektiven sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Angebote und Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln“, sagt Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich.
Die Interessenvertretung ist mehrstufig aufgebaut. Aus den Haussprechern werden Regionalsprecher und in weiterer Folge zwei Gesamtsprecher gewählt. Sie vertreten die Interessen der begleiteten Menschen auch in den Gremien der Lebenshilfe Oberösterreich und der Lebenshilfe Österreich. Damit endet die Mitsprache nicht an der Tür der eigenen Werkstätte oder des eigenen Wohnhauses.
In den Bezirken Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf haben die Haussprecher der Wohnhäuser und Werkstätten Karin Riegler und Herbert Huber zu ihren Regionalsprechern gewählt.
Alle sollen sich auskennen
Riegler (30) bringt langjährige Erfahrung als Interessenvertreterin mit. Seit 2014 engagiert sie sich als Haus- und Regionalsprecherin, seit 2019 vertritt sie gemeinsam mit Roland Öhlinger als Gesamtsprecherin die Anliegen der Menschen mit Beeinträchtigung in der Lebenshilfe Oberösterreich.
„Ich will, dass sich im Haus etwas tut und wir die Lebenshilfe Oberösterreich als Organisation mitgestalten“, sagt die Beschäftigte der Betriebsküche der Lebenshilfe-Werkstätte Weyer. Besonders wichtig ist ihr, ihre Kollegen zu stärken und zu zeigen, „dass wir in der Lebenshilfe gemeinsam viel erreichen können“. Ein für sie zentrales Anliegen ist es, dass Informationen in Einfacher Sprache zur Verfügung stehen – „damit sich alle auskennen“.
Herbert Huber (63) lebt im teilbetreuten Wohnen der Lebenshilfe in Großraming und versteht seine Aufgabe als Sprachrohr für Menschen mit Beeinträchtigung. „Ich setze mich für meine Kolleg:n ein und freue mich, wenn unsere Anliegen verwirklicht werden“, sagt er.
Unterstützt werden die gewählten Regionalsprecher von Mitarbeitern der Lebenshilfe. Sie helfen dabei, Anliegen aufzubereiten, Informationen verständlich zugänglich zu machen und begleiten die Interessenvertreter bei ihrer Arbeit.








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